Nr. 27/2008 vom 03.07.2008

Wachsende Schweden

Von Stephan Pörtner

Im dreizehnten Jahrhundert waren die Schweden erst einen Meter gross und in ganz Europa unbeliebt. Sie machten mit ihren Schlauchbooten die Küsten unsicher und pöbelten in Hafenkneipen und Strandlokalen, dass es eine Art hatte. Sie hinterliessen offene Rechnungen, beschädigtes Mobiliar und allgemeine Verzweiflung. Ganze Landstriche verödeten, weil sich die Küstenbewohner landeinwärts verschoben, um endlich wieder Ruhe zu haben. So geriet das Strandleben während vieler Jahrhunderte völlig in Vergessenheit, und Europa vergass die Schweden, bis sie eines Tages zwei Meter gross waren und um Aufnahme in die EU nachsuchten. Man liess sie herein, und seither sind sie noch einmal kräftig gewachsen.

 

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