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21.2.2002
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Viele Ziele, unsichere Finanzierung |
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Was will WoZ économique?
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Hintergrundinformationen und Analysen zu den weltweit dominanten Entwicklungen in Wirtschaft und Gesellschaft und das Nachdenken über politische und gewerkschaftspolitische Strategien werden immer wichtiger. Nach den neoliberalen Auswüchsen der achtziger Jahre hat sich in Westeuropa weitgehend eine sozialdemokratische Politik des «Dritten Wegs» durchgesetzt, die den Abbau des Service public und die Militarisierung der Politik vorantreibt, im Verein mit den USA. Gleichzeitig stösst die Dominanz globaler Konzerne und Finanzinstitute auf immer grössere Ablehnung, die Bewegung gegen die neoliberale Globalisierung hat sich inzwischen weltweit etabliert. Die Gewerkschaften, national organisiert und ausgerichtet, stehen jedoch unvermindert unter dem Druck sich radikal verändernder Arbeitsverhältnisse und Herrschaftsverhältnisse.
Es gibt nicht mehr viele linke Publikationen, die im Zusammenhang mit der politischen Aktualität über Entwicklungen und Auseinandersetzungen in der Arbeitswelt und der Sozialpolitik berichten und Raum für breitere Diskussionen etwa über linke Strategien bieten. So ist das Projekt dieser WoZ-Beilage entstanden. WoZ économique soll regelmässig erscheinen und sich schwerpunktmässig mit zentralen Fragen der politischen Ökonomie beschäftigen. Die Themenbereiche liegen auf der Hand: Umverteilung, unbezahlte Arbeit, feministische Ansätze; WTO und die Zukunft des Service public; Umweltpolitik; Lohnoffensive, Steuerpolitik, Kapitalstrategien; grenzüberschreitende Zusammenarbeit für eine soziale Globalisierung und Gewerkschaften im nationalistischen Kontext, Demokratisierung der Wirtschaft - um nur einige zu nennen. Die linken Streitpunkte dazu liegen ebenfalls auf dem Tisch: Kaum eine Analyse oder Einschätzung, geschweige denn ein Strategievorschlag zu den Anforderungen aus Wirtschaft, Arbeit, Politik und Gesellschaft ist unbestritten. WoZ économique will auf 16 bis 24 Seiten jeweils einen Themenbereich von verschiedenen Sichtweisen her beleuchten und in einer bunten Mischung journalistischer Formen darstellen. GewerkschafterInnen, linksgrüne AktivistInnen, WissenschaftlerInnen und Mitglieder der WoZ-Redaktion diskutieren im offenen Redaktionsrat die Schwerpunkte, bestimmen die Themen, besprechen mögliche Beiträge und verständigen sich auf die jeweils verantwortliche Produktionsgruppe. Kurzum: Im Redaktionsrat, der allen Interessierten offen steht, werden die wesentlichen Entscheidungen getroffen. Natürlich kann unser Projekt die Ausdünnung der linken Presselandschaft in den letzten Jahren nicht wettmachen. Dennoch hoffen wir, dass der Versuch, Themen aufzugreifen, die sonst kaum berücksichtigt werden, Bestand haben. Allerdings standen und stehen wir vor dem bei solchen Vorhaben üblichen Problem der knappen Kasse. Anfangs hatten wir an eine institutionell abgesicherte Trägerschaft durch Gewerkschaftsbund, Einzelgewerkschaften und WoZ gedacht; dies hat sich noch nicht realisieren lassen. So ist die Finanzgrundlage dünn, durch grosse und kleine Einzelspenden zustande gekommen. Der Redaktionsrat (vgl. Impressum) hat dennoch den Start von WoZ économique beschlossen - fest geplant sind derzeit drei Ausgaben - und hofft auf deren Überzeugungskraft für spätere Entwicklungen zu einer gefestigten Trägerschaft. Um das Projekt einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wird die Beilage auch separat verteilt. |
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