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21.2.2002
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1990 und 2001 im Vergleich |
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Schon wieder Rezession?
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Seit Mitte 2001 steigt die Arbeitslosigkeit in der Schweiz. Nicht schon wieder, stöhnen da manche, die neunziger Jahre waren schrecklich genug. Wiederholt sich die Stagnation aus jener Zeit? Nein, grundsätzlich nicht; die gegenwärtige Ausgangslage unterscheidet sich klar von jener im Jahre 1990. Zwar ist beiden Zeitpunkten gemeinsam, dass die US-amerikanische Wirtschaft kriselt. Doch im Gegensatz zu 2001 hatte der Konjunktureinbruch in der Schweiz 1990 seine Ursachen nicht nur im Ausland, sondern auch im Inland.
Ende der achtziger Jahre herrschte Hochkonjunktur, 2001 hingegen befand sich die Schweizer Wirtschaft mitten im Aufschwung, als sie von der sinkenden Nachfrage aus dem Ausland getroffen wurde. Der Arbeitskräftemangel erreichte 1990 ein Ausmass, wie es letztmals in den frühen siebziger Jahren feststellbar war. Ende 2000 hingegen lagen die «Mangelmeldungen» der Unternehmen sogar noch unter dem Niveau der achtziger Jahre - Arbeitskräfte gab es genug. Die Teuerung betrug 1990 über sechs Prozent. Das Baugewerbe boomte; die Bauinvestitionen stiegen um über sieben Prozent jährlich; die Preise für Mehrfamilienhäuser im Kanton Zürich haben sich zwischen 1985 und 1990 nahezu verdoppelt. 2000/2001 sind derartige Überhitzungsphänomene nicht feststellbar. Die Teuerung liegt knapp über null, die Bauinvestitionen stagnieren nahezu. Ebenfalls anders gelagert ist die Geldpolitik. Diese heizte bis 1988 den Boom zunächst eher an, statt zu bremsen, um anschliessend umso restriktiver einzugreifen und die Krise bis 1996 zu verlängern, während die Geldpolitik seit dem Führungswechsel in der Schweizerischen Nationalbank 1996 eindeutig ausgleichender wirkt. Der weitere Konjunkturverlauf hängt somit vom internationalen Umfeld ab. Gibt es dort bald eine Erholung, dürfte sich die Situation auf dem Schweizer Arbeitsmarkt relativ schnell entspannen. |
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