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100 Wörter
Hochnebel
Von Stephan Pörtner
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Als der neue Präsident gegen Mittag endlich aus den Federn kam, wurde ihm bewusst, auf was er sich da eingelassen hatte. Er war Chef von einem Land, das breiter war als lang, zu überproportionaler Selbstwahrnehmung neigte und von ganz vielen Menschen bewohnt wurde, die dick waren und einen Hang zu karierten Hemden hatten. Ausserdem war man unbeliebt und pleite. «Siehst du», sagte seine Frau, die schöner und gescheiter war als er, «das hast du jetzt von deinem grenzenlosen Optimismus.» Der Präsident aber griff zur Kaffeetasse, freute sich, dass der Hochnebel im Gegensatz zur Zuversicht in seinem Land gänzlich unbekannt war.
Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held») und lebt in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen.
WOZ vom 13.11.2008
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Inhalt Dossier «100 Wörter»
WOZ vom 09.02.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Stadt für Farbenblinde
WOZ vom 02.02.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Skianzüge und Schlittenmodelle
WOZ vom 26.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Kollateralschäden
WOZ vom 19.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Voll geschissen!
WOZ vom 12.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: The Fast Eddys in der Agglo
WOZ vom 05.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Zum neuen Jahr
WOZ vom 22.12.2011
100 Wörter von Stephan Pörtner: Spuk im Einkaufsparadies
WOZ vom 15.12.2011
100 Wörter von Stephan Pörtner: Nach Paris verrannt
WOZ vom 08.12.2011
100 Wörter von Stephan Pörtner: Der Geiz der Adventszeit
WOZ vom 01.12.2011



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