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100 Wörter
Fortschritt und Zuversicht
Von Stephan Pörtner
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Weil niemand mehr recht an ihn glaubte, hatte es der Fortschritt auch nicht mehr eilig. Er lag den ganzen Tag mit der Zuversicht auf dem Sofa herum. Wenn er irgendwann mal aufstand, sah man ihn dumpf in den Kühlschrank starren. Der einst so dynamische und beliebte Zeitgenosse, den die höchsten Kreise hofiert hatten, war tief gefallen. Niemand rief an, niemand wollte etwas von ihm wissen. Die Schuld an allem, was schief gelaufen war, wollten sie ihm in die Schuhe schieben. Schliesslich griff er sich eine Bierdose und tröstete sich mit dem Gedanken, dass es diese ohne ihn gar nicht gäbe.
Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held») und momentan in Mexiko unterwegs, sonst lebt er in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen und wöchentlich auf der WOZ-Website zu lesen sind.
WOZ vom 20.08.2009
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Inhalt Dossier «100 Wörter»
WOZ vom 09.02.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Stadt für Farbenblinde
WOZ vom 02.02.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Skianzüge und Schlittenmodelle
WOZ vom 26.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Kollateralschäden
WOZ vom 19.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Voll geschissen!
WOZ vom 12.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: The Fast Eddys in der Agglo
WOZ vom 05.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Zum neuen Jahr
WOZ vom 22.12.2011
100 Wörter von Stephan Pörtner: Spuk im Einkaufsparadies
WOZ vom 15.12.2011
100 Wörter von Stephan Pörtner: Nach Paris verrannt
WOZ vom 08.12.2011
100 Wörter von Stephan Pörtner: Der Geiz der Adventszeit
WOZ vom 01.12.2011



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