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100 Wörter
Arbeitselefanten
Von Stephan Pörtner
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In Mumbai standen vier Elefanten am Strassenrand und schauten traurig drein, weil es ihnen seit drei Tagen nicht gelungen war, auf die andere Seite der Fahrbahn zu gelangen, von wo aus sie den Heimweg gekannt hätten. Sie waren unter dem Versprechen, es gebe Arbeitsplätze in der Bauindustrie, in die Stadt gelockt worden, wo man sie zu allerlei Affentheater mit Touristen in bunten Hosen missbrauchte. Erst das beherzte Eingreifen des Tierschützers Humpendink erlöste sie von ihrem Schicksal. Die lang ersehnte Freiheit erwies sich spätestens an dieser Kreuzung als Farce. Als sie es zur Strassenmitte geschafft hatten, wurden sie wegen Verkehrsbehinderung verhaftet.
Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held»). Er ist von der Reise zurück und lebt wieder in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen und wöchentlich auf der WOZ-Website zu lesen sind.
WOZ vom 29.10.2009
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Inhalt Dossier «100 Wörter»
WOZ vom 09.02.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Stadt für Farbenblinde
WOZ vom 02.02.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Skianzüge und Schlittenmodelle
WOZ vom 26.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Kollateralschäden
WOZ vom 19.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Voll geschissen!
WOZ vom 12.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: The Fast Eddys in der Agglo
WOZ vom 05.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Zum neuen Jahr
WOZ vom 22.12.2011
100 Wörter von Stephan Pörtner: Spuk im Einkaufsparadies
WOZ vom 15.12.2011
100 Wörter von Stephan Pörtner: Nach Paris verrannt
WOZ vom 08.12.2011
100 Wörter von Stephan Pörtner: Der Geiz der Adventszeit
WOZ vom 01.12.2011



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