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100 Wörter
Nachtragend und stur
Von Stephan Pörtner
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Niemand wusste mehr, wie es angefangen hatte, aber alle wussten, wie es enden würde. Am Schluss würden vierzehn Häuser in Flammen aufgehen und drei Geschäfte geplündert werden. Es würden Misstrauen und Argwohn herrschen unter der Bevölkerung, und wie immer wäre es Balthasar Hauser, der von dem ganzen Aufruhr profitieren würde. Trotzdem liess sich das Malheur nicht mehr abwenden, denn die Menschen in dieser Gegend waren nicht nur nachtragend, sondern auch stur. Die Tradition wurde respektiert, auch wenn sie seit ewiger Zeit nur Verdruss und Elend brachte. Der Zunder war gesammelt, und pünktlich um achtzehn Uhr nahm das Verderben seinen Lauf.
Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held») und lebt in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen und wöchentlich auf der WOZ-Website zu lesen sind.
WOZ vom 10.12.2009
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Inhalt Dossier «100 Wörter»
WOZ vom 09.02.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Stadt für Farbenblinde
WOZ vom 02.02.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Skianzüge und Schlittenmodelle
WOZ vom 26.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Kollateralschäden
WOZ vom 19.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Voll geschissen!
WOZ vom 12.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: The Fast Eddys in der Agglo
WOZ vom 05.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Zum neuen Jahr
WOZ vom 22.12.2011
100 Wörter von Stephan Pörtner: Spuk im Einkaufsparadies
WOZ vom 15.12.2011
100 Wörter von Stephan Pörtner: Nach Paris verrannt
WOZ vom 08.12.2011
100 Wörter von Stephan Pörtner: Der Geiz der Adventszeit
WOZ vom 01.12.2011



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