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100 Wörter
Frühlingsgedanken
Von Stephan Pörtner
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Niemand wusste besser als die Niederbirrsteiner, dass der Frühling mitunter Ansichtssache war. Irgendwelche Sonnensymbole in den Kalender zeichnen, das konnte jeder, aber einmal so richtig einheizen in der Atmosphäre, auch in der emotionalen und romantischen, das brachte niemand zustande. In Niederbirrstein hatte man darum den Verein zur Förderung des Frühlingsgedankens gegründet und schon mehr als 2000 Eingaben, Leserbriefe und Motionen verfasst, bisher allerdings ohne den geringsten Erfolg. Nur mit dieser Enttäuschung über den demokratischen Weg ist es zu erklären, dass sie eines schönen Tages im März ihr gesamtes Vereinsvermögen dem russischen Wettermacher Troblovnik anvertrauten, der damit in den Süden verduftete.
Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held») und lebt in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen.
WOZ vom 11.03.2010
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Inhalt Dossier «100 Wörter»
WOZ vom 09.02.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Stadt für Farbenblinde
WOZ vom 02.02.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Skianzüge und Schlittenmodelle
WOZ vom 26.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Kollateralschäden
WOZ vom 19.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Voll geschissen!
WOZ vom 12.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: The Fast Eddys in der Agglo
WOZ vom 05.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Zum neuen Jahr
WOZ vom 22.12.2011
100 Wörter von Stephan Pörtner: Spuk im Einkaufsparadies
WOZ vom 15.12.2011
100 Wörter von Stephan Pörtner: Nach Paris verrannt
WOZ vom 08.12.2011
100 Wörter von Stephan Pörtner: Der Geiz der Adventszeit
WOZ vom 01.12.2011



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