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100 Wörter
Niflisbergers Abgang
Von Stephan Pörtner
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Willfried Niflisberger war vor dreissig Monaten ins Ländliche ausgewandert, in der Hoffnung auf Ruhe, Zuversicht und inneren Frieden. Stattdessen war er mit Güllepumpen, Dachlawinen und Feindseligkeit konfrontiert worden. In sein frostiges Schattenloch verirrte sich kein Sonnenstrahl und wenn er aus der elenden Hütte trat, so stand er vor bedrohlichen Wänden oder trümmligen Tobeln. Der Weg ins Dorf war schmal und stotzig. Unten angekommen begegneten ihm die Einheimischen mit kaum verhohlener Abscheu und beschissen ihn, dass es weh tat. Als an diesem Morgen das Postauto vor seiner Nase hielt, stieg er ein, sagte «läckdumir» und kehrte nie mehr zurück.
Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held») und lebt in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen.
WOZ vom 22.04.2010
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Inhalt Dossier «100 Wörter»
WOZ vom 09.02.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Stadt für Farbenblinde
WOZ vom 02.02.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Skianzüge und Schlittenmodelle
WOZ vom 26.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Kollateralschäden
WOZ vom 19.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Voll geschissen!
WOZ vom 12.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: The Fast Eddys in der Agglo
WOZ vom 05.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Zum neuen Jahr
WOZ vom 22.12.2011
100 Wörter von Stephan Pörtner: Spuk im Einkaufsparadies
WOZ vom 15.12.2011
100 Wörter von Stephan Pörtner: Nach Paris verrannt
WOZ vom 08.12.2011
100 Wörter von Stephan Pörtner: Der Geiz der Adventszeit
WOZ vom 01.12.2011



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