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100 Wörter

Rastverbot

Von Stephan Pörtner

Angesichts der drohenden Feiertags- und Freizeitsaison machte man sich auf das Schlimmste gefasst. Dass niemand verschont bleiben würde, war allen klar. Bald würde es nichts mehr helfen, dass man andere Sorgen hatte. Die Fitnessarmee, das Sportgeschwader und die Wanderkarawane würden kommen und alles mit sich reissen, was da noch am Wegrand lungerte und glaubte, es gäbe eine Recht auf Herumstehen. Das Rasten und Ruhen würde bis im Herbst nur noch auf den Verkehrsvereinsbänken und innerhalb der ausgeschilderten Erholungszonen toleriert werden. Der Naturgenuss war ein ernsthaftes und abzuverdienendes Unterfangen, bei dem kein Larifari geduldet werden konnte, nicht einmal von den Umstehenden.


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