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100 Wörter
Rastverbot
Von Stephan Pörtner
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Angesichts der drohenden Feiertags- und Freizeitsaison machte man sich auf das Schlimmste gefasst. Dass niemand verschont bleiben würde, war allen klar. Bald würde es nichts mehr helfen, dass man andere Sorgen hatte. Die Fitnessarmee, das Sportgeschwader und die Wanderkarawane würden kommen und alles mit sich reissen, was da noch am Wegrand lungerte und glaubte, es gäbe eine Recht auf Herumstehen. Das Rasten und Ruhen würde bis im Herbst nur noch auf den Verkehrsvereinsbänken und innerhalb der ausgeschilderten Erholungszonen toleriert werden. Der Naturgenuss war ein ernsthaftes und abzuverdienendes Unterfangen, bei dem kein Larifari geduldet werden konnte, nicht einmal von den Umstehenden.
Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held») und lebt in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen.
WOZ vom 13.05.2010
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Inhalt Dossier «100 Wörter»
WOZ vom 09.02.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Stadt für Farbenblinde
WOZ vom 02.02.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Skianzüge und Schlittenmodelle
WOZ vom 26.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Kollateralschäden
WOZ vom 19.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Voll geschissen!
WOZ vom 12.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: The Fast Eddys in der Agglo
WOZ vom 05.01.2012
100 Wörter von Stephan Pörtner: Zum neuen Jahr
WOZ vom 22.12.2011
100 Wörter von Stephan Pörtner: Spuk im Einkaufsparadies
WOZ vom 15.12.2011
100 Wörter von Stephan Pörtner: Nach Paris verrannt
WOZ vom 08.12.2011
100 Wörter von Stephan Pörtner: Der Geiz der Adventszeit
WOZ vom 01.12.2011



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