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WOZ-Reise

Hier können Sie sich über die WOZ-Reise 2009 informieren


Bella Ciao - 2009 führte die WOZ-Reise ins PartisanInnen-Land








Die Arbeit des Istoreco: Ein Bild der PartisanInnen nach dem Sieg 1945 am historischen Ort

Juni 1943. Der italienische König stürzt den faschistischen Machthaber Benito Mussolini, lässt ihn festnehmen und über Radio die Nachricht verbreiten, dass der Krieg für Italien beendet ist. In vielen norditalienischen Städten feiern die Menschen die Befreiung vom Faschismus, der ab 1922 das Land beherrscht hatte – auch in Reggio Emilia. Endlich Frieden!

Doch die Freude währt nicht lang. Die deutschen Besatzungstruppen befreien Mussolini, okkupieren Norditalien und befehlen die Rekrutierung aller wehrfähigen Italiener. Vor allem Jugendliche, die zwar im Faschismus aufgewachsen waren, aber nicht als deutsches Kanonenfutter herhalten oder in Deutschland Zwangsarbeit verrichten wollen, tauchen unter. Schliesslich rollten gerade die alliierten Streitkräfte den deutschen Achsenpartner Italien von Süden her auf; Sizilien und Süditalien waren bereits befreit.

Die Empörung über das Vorgehen der italienischen Faschisten und der deutschen Nazitruppen (die viele Massaker an der Zivilbevölkerung verübten) hat erst Dutzende, dann Hunderte, schliesslich Tausende zu den Waffen greifen lassen und in die Berge des Apennins getrieben.

Wie war das damals? Was wollten die PartisanInnen? Was trieb sie zum Widerstand? Wie überlebten sie den strengen Winter 1944/45? Was folgte auf ihren Widerstand? Und wie sehen sie Italien heute?

Um das herauszufinden, organisierte die WOZ in Kooperation mit dem Istoreco, dem Geschichtsinstitut des Partisanenverbandes Anpi in Reggio Emilia, im September 2009 eine LeserInnenreise. Während einer Woche sprachen die fünfzehn TeilnehmerInnen der WOZ-Reise unter kundiger Führung der Istoreco-Mitarbeiter Matthias Durchfeld und Steffen Kreuseler mit ehemaligen PartisanInnen, besuchten Gedenkstätten, wanderten auf alten Partisanenpfaden informierten sich bei HistorikerInnen, erkundeten die Stadtgeschichte – und tranken nebenbei auch mal ein gutes Glas Wein.

Auf den folgenden Seiten können Sie – themenorientiert – einen kleinen Eindruck von dieser Reise gewinnen: Sie bieten kurze Informationen zu Ausflügen un GeprächspartnerInnen, Fotos und Audiodateien mit Interviewauszügen.

Alle Texte und Fotos: Pit Wuhrer.
Die Tondokumente hat Herbert Scholz aufgenommen.