Rheinwald – Schams – Viamala: Leben und Arbeiten am Hinterrhein

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Liebe Leserin, lieber Leser

Wir freuen uns über das rege Interesse an unserer WOZ-LeserInnenreise «Rheinwald – Schams – Viamala: Leben und Arbeiten am Hinterrhein».
 Leider ist sie jetzt schon ausgebucht. Wenn Sie jetzt nicht mitwandern können, nehmen wir gerne Ihren Namen, Ihre Adresse, Ihre Telefonnummer und E-Mail-Adresse entgegen, um Sie über zukünftige WOZ-LeserInnenreisen vorab zu informieren.

Herzliche Grüsse

Ihr WOZunterwegs-Team

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Vor gut siebzig Jahren tobte im Tal am jungen Hinterrhein der «Kampf um Rheinwald». Worum es ging? Ums Ganze. Eine mächtige Allianz aus Wirtschaft und Politik wollte Tal und Dörfer in einem riesigen Stausee ersäufen. Die Pläne waren geschmiedet, die Umsiedlung der Bevölkerung geplant, die Entschädigungen, die das Kraftwerkkonsortium zu zahlen hatte, ausgerechnet. Was kostet ein Tal? «Wenn Rheinwalder umziehen, erhalten alle Schweizer mehr Licht, Kraft, Wärme und Arbeit», versprachen die Propagandisten. Doch die Rheinwalder wehrten sich gegen die gewaltige Übermacht – mit Erfolg. Eine Bürgerinitiative avant la lettre. Wie war das möglich?

Das Rheinwald, das Tal zwischen Rofflaschlucht und Rheinwaldhorn / Piz Adula, gehört nicht zu den bekannten Tälern Graubündens. Dennoch sind viele schon durchgefahren, aber auf der Schnellstrasse A 13, die Chur mit Bellinzona verbindet und auf die oft ausgewichen wird, wenn der Gotthard überlastet ist. Die A 13 (bzw. N 13) mit dem San-Bernardino-Strassentunnel wurde vor genau fünfzig Jahren eröffnet. Aber schon Hunderte Jahre zuvor war das Rheinwald mit seinen beiden Pässen Splügen und San Bernardino Transitland für den internationalen Warentransport zwischen Nord und Süd gewesen. Das hat das Tal bis heute geprägt, vor allem die Architektur der Dörfer mit ihren palazzoartigen Häusern und Susten. Was hat sich im Tal mit der Schnellstrasse verändert?

Das Rheinwald war schweizweit eine Pionierregion der Biolandwirtschaft, und mehr noch: Das Tal war schon bio avant la lettre. Heute wird der Biokäse aus den Rheinwalder Sennereien in der Schweiz und in halb Europa vertrieben. Wie ist es dazu gekommen?

Auf unserer Wanderung im Rheinwald und im Schams entdecken wir eine alpine Kulturlandschaft par excellence. Hier haben auf mehreren Vegetationsstufen die Menschen schon immer zu überleben gewusst – als Säumer und als Schmuggler, als Kutscher und als Händler, als Erzarbeiter, Bäuerinnen oder Hoteliers. In den drei Tagen begegnen Sie fachkundigen Menschen, die Ihnen die Geschichte und die Gegenwart des Arbeitens in den Bergen näherbringen. Und Sie durchwandern eine der spektakulärsten Schluchten, die es im Alpenbogen gibt und die Strassen- und Brückenbauer über Jahrhunderte hinweg vor grosse Herausforderungen stellte: die Viamala.

Reisen Sie mit!

Reisedaten

Von Freitag, 29. September, bis Sonntag, 1. Oktober 2017

Programm

Das detaillierte Reiseprogramm als PDF zum Download.

Unterkunft / Preise / Leistungen

Preise pro Person (inkl. Postautofahrten, Programm, Übernachtungen mit Halbpension im Hotel Bodenhaus, Lunch in Nufenen, Lunchpaket für den dritten Tag, alle Eintritte)

Hotel Bodenhaus Splügen
Übernachtung im Haupthaus (mit Bad oder Dusche, WC)
EZ: Fr. 520.–
DZ: Fr. 480.–

Übernachtung in der Dépendance des Hotels Bodenhaus in Splügen (mit fliessendem Wasser, Dusche und WC auf der Etage)
EZ: Fr. 440.–
DZ: Fr. 400.–

Kombiangebot: Anlass der Wanderung ist die aktualisierte Neuausgabe des Rotpunktverlagsbuchs «Walserweg Graubünden» von Irene Schuler, an dem Andreas Simmen mitgearbeitet hat. Wer den Band erwerben möchte, bekommt ihn bei der Buchung für 25 statt 39.90 Franken.

Weitere Informationen

Anforderung: einfache Wege, gute Kondition, gutes Schuhwerk. Gehzeit am ersten Tag 1,5, am zweiten 4,5, am dritten 4,5 Stunden mit 200 m Aufstieg und 450 m Abstieg.

Gepäcktransport nach Thusis möglich.

Bitte nehmen Sie Ihr Abonnement der SBB (Halbtax-Abo oder GA) mit.

Die Versicherung ist Sache der TeilnehmerInnen.

Bei Fragen wenden Sie sich an das WOZunterwegs-Team. Sie erreichen uns per an E-Mail unterwegs@woz.ch oder unter Telefon 044 448 14 83.

(Bitte beachten Sie, dass die WOZ vom Montag, 17., bis und mit Sonntag, 30. Juli 2017, eine Sommerpause macht. Das WOZunterwegs-Team kann Ihre Anfrage erst ab Montag, 31. Juli, wieder beantworten. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und wünschen Ihnen einen schönen Sommer.)