Nr. 18/2020 vom 30.04.2020

Von Jürg Fischer und Karin HoffstenMail an AutorIn

Kontradiktorische

«Mediterranes Flair und Schweizer Design scheinen per se ein Widerspruch in sich», mutmasste das Magazin der «NZZ am Sonntag». Uns scheint die diesem Satz zugrunde liegende Logik in sich selbst verhaftet und in einer Endlosspirale gefangen.
Jürg Fischer

Besondere

Gemäss «Luzerner Zeitung» begründete eine Sprecherin der Swisscom, weshalb der Ausbau von 5G dringend nötig sei: «Die Datenmenge, die 2010 in zwei Jahren über das Mobilnetz übermittelt wurde, ist heute in einer Woche erreicht.» Das seltene Phänomen nennt sich Annus Duplex oder Doppeljahr. Manche unter uns dürften sich noch erinnern, wie merkwürdig lang ihnen 2010 vorkam.
Karin Hoffsten

Wankende

«Einige der Toten kamen nach ihrem Ableben zu Klaus Püschel», berichtete das Onlineportal «Watson». Das mache ihm keine Angst, soll der couragierte Hamburger Gerichtsmediziner gesagt haben, dafür habe er in seinem Leben schon zu viele Zombiefilme gesehen. Nur vor Vampiren habe er Respekt.
Karin Hoffsten

Verhindernde

Andere Gefahren sieht Greenpeace auf uns zukommen: «Die Urtiere brauen uns – Unterzeichnen Sie die Petition!», lautete der Betreff eines Mails. Auch wenn der Sommer kommt und wir gerne Bier trinken, scheinen uns vorsorgliche Brauereischliessungen in diesem Fall angemessen.
Karin Hoffsten

Verknappte

«Wenn es Unterschiede zwischen den Kantonen gibt, schafft das Unsicherheit bei Lehrern und Eltern», äusserte die Präsidentin des Dachverbands der Lehrerinnen und Lehrer Schweiz, was der «Bund» mit «Grosse Untersicherheit» geschickt auf den Punkt brachte.
Karin Hoffsten

Zeitberechnende

Im Schmerz ums ausgefallene Sechseläuten bastelte sich der «Tages-Anzeiger» einen eigenen Böögg, bei dessen Verbrennung es offenbar zu freudigen Konfusionen kam: «Knapp zwölf Sekunden hielt der Böögg durch. Genau: 11 Minuten und 58 Sekunden. Dann verlor er den Kopf», schrieb die Berichterstatterin, die den eigenen hoffentlich hinterher wiedergefunden hat.
Karin Hoffsten

Summende

Die gleiche Zeitung widmete sich den skandalösen Vorkommnissen am Bundesstrafgericht und enthüllte dabei, dass alles gar nicht so schlimm war: «Da war doch in der Presse von ‹Sittenzerfall› die Rede, von ‹Spesenrittern› und ‹Sexisums› unter Richtern in Bellinzona.» «Das hat wohl irgendwie mit den Bienchen und den Blüten zu tun», schrieb uns WOZ-Leser F., und auch wir sind sicher, dass Sexisums nach den Lockerungen im Monat Mai wieder hochaktuell sein wird.
Karin Hoffsten

Unermüdliche

«Aber ich akzeptiere, dass Fortschritt nicht nur aus den Geniestreichen besteht, sondern noch viel äufiger aus dem mühsamen Prinzip von Versuch und Irrtum», liess uns ebenfalls im «Tages-Anzeiger» der Digitalredaktor wissen. Also schnell noch einmal probieren: H … h … h … – das kommt schon gut!
Karin Hoffsten

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