Nr. 48/2011 vom 01.12.2011

Aids

Vor 20 Jahren lancierte die Aids-Hilfe St. Gallen-Appenzell AHSGA (heute Fachstelle für Aids- und Sexualfragen) mit «Dialog» schweizweit die erste Zeitschrift im Bereich HIV/Aids. Eine Ausstellung zeigt die Zeitschrift im Rückblick und spiegelt damit, was sich in den Bereichen HIV/Aids, sexuelle Gesundheit, Prävention, Informationen und Dienstleistungen der Fachstelle entwickelt, bewegt und verändert hat. Begleitend zur Ausstellung gibt es Spontanaktionen (Projekt SchutzFaktor6) vom Theater Colori.

St. Gallen Rathaus, Poststrasse 28, 1. Stock, geöffnet Mo–Mi, 8–17 Uhr, Do, 8.30–18 Uhr,
Fr, 8.30–16.30 Uhr. Die Ausstellung dauert bis 9. Dezember.

Entwicklungszusammenarbeit

Unter dem Motto «50 Jahre Deza – Mehr als Hilfe» lädt die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) ein zur Wanderausstellung «Die andere Seite der Welt – Geschichten der humanitären Schweiz». – Im St. Galler Begleitprogramm: «Die Anfänge von Helvetas in St. Gallen und die Nepal-Aktion ab 1959» mit Fridolin Trüb (Helvetas St. Gallen) und Schwester Judith Baumgartner (Aufbau Krankenstation in Jiri). Moderation: Kuratorin Monika Mähr. – Im Luzerner Begleitprogramm: ein interaktives Kino mit Filmporträts aus der Ausstellung, anschliessend ein Podium zur humanitären Verpflichtung der Schweiz mit Martin Dahinden (Direktor Deza) und Theo Stich vom Verein Humanitarian Memory» (Humem), der zum Ziel hat, ein audiovisuelles Archiv der humanitären Schweiz seit 1945 aufzubauen.

St. Gallen Historisches und Völkerkundemuseum, Museumstrasse 50, geöffnet Di–So, 17–17 Uhr. Veranstaltung: Mi, 7.  Dezember, 14 Uhr.
Die Ausstellung dauert bis 12. Februar. Luzern Heiliggeistkapelle im Stadthaus. Die Ausstellung dauert bis 15. Januar 2012. Filme: stattkino, Löwenplatz, So, 4. Dezember, 11 Uhr.

Harry Gmür

Als Student in München und Leipzig erlebt Harry Gmür (1908–1979) Aufstieg und Sieg des Nationalsozialismus. In der Schweiz finanziert er die kulturpolitische Zeitschrift «ABC». 1940 schliesst sich der Sozialdemokrat der illegalen KPS an und wird 1944 Mitbegründer der PdA. Der Kalte Krieg löst eine tiefe persönliche Krise aus. Ab 1959 berichtet Gmür unter dem Pseudonym Stefan Miller aus den neu entstandenen Staaten Afrikas für die in der DDR erscheinende Zeitschrift «Weltbühne». Seine Reportagen werden in der DDR hoch geschätzt, in der Schweiz ist er ausser der Polizei nur den ParteifreundInnen 
bekannt. Die Historiker Markus Bürgi und Mario König, die ein Buch über Gmür geschrieben haben, werden ihn in einem Vortrag vorstellen.

Zürich Sogartheater, Josefstrasse 106,
Mi, 7.  Dezember, 19.30 Uhr.

Medien und Widerstand

«Die neuen politischen Rebellen und ihre digitalen Waffen»: Der österreichische Journalist Matthias Bernold porträtiert in «Revolution 3.0» zehn VertreterInnen einer neuen Protestkultur unter anderem aus Arabien, der Türkei, Ägypten, der Schweiz und Deutschland, die die digitalen Medien für ihren Widerstand nutzen. Verlegerin Yvonne-Denise Köchli wird mit ihm über die Entstehung des Buchs sprechen, und Bernold wird aus dem Buch lesen. Anwesend sein wird auch Ko-Autorin Sandra Larriva Henaine, die für den Zugang zum arabischen Raum gesorgt hat.

Zürich Paranoia City Buch & Wein, Ankerstrasse 12, Mi, 7. Dezember, 20.30 Uhr.

Médecins Sans Frontières

Die Berner Pianistin Silvia Harnisch gibt zum 
40.  Geburtstag von Médecins Sans Frontières / Ärzte Ohne Grenzen (MSF) ein Jubiläumskonzert. Sie wird Werke von Bach, Beethoven, Debussy und Liszt spielen.

Zürich Kulturhaus Helferei, Kirchgasse 13,
Sa, 3. Dezember, 17 Uhr (Eintritt frei, Spenden gehen in vollem Umfang an MSF.)

Menschenrechte

Im Rahmen der Schaffhauser Menschenrechtstage präsentieren Jugendliche aus den Bildungsangeboten der Jugendarbeit der Stadt sowie von Solidar Suisse Schaffhausen selbstgedrehte Videos zum Thema «Kinder- und Menschenrechte». Die Schaffhauser Menschenrechtstage werden seit 2005 durchgeführt.

Schaffhausen Kulturcafé B45, Bachstrasse 45,
Do, 8. Dezember, 17 Uhr.

Wachstum

Décroissance ist ein französisches Kunstwort aus croissance (Wachstum) und der Vorsilbe dé- (ent-) und lässt sich mit «Zurücknahme von Wachstum» übersetzen. Die Décroissance-Gruppen Bern und Basel laden nun ein zum Café Décroissance (auf Deutsch) mit Clément Wittmann, der als Wachstumsverweigerer bei den französischen Präsidentschaftswahlen kandidiert. Er wird über die Geschichte der Bewegung sowie deren Aktivitäten und Ziele berichten.

Bern Forum BollWerkStadt, Bollwerk 35,
Di, 6. Dezember, 19.30 Uhr. Basel Klybeckstrasse 247 (Hinterhaus), Fr, 2. Dezember, 19.30 Uhr.

Weihnachtsgeschenke

Die Schweizer Tafel und MyPlace-SelfStorage sammeln gebrauchte, gut erhaltene Gegenstände, etwa Spielzeug, überzähliges Geschirr, Bücher oder CDs. Auch ungebrauchte Hygieneartikel, warme Mäntel und Decken werden gerne angenommen. Sie werden dann an verschiedene soziale Institutionen in Zürich verteilt, unter anderem an das Frauenhaus, an Obdachlose, die im Winter im Pfuusbus nächtigen, oder an die Einrichtungen der Sozialwerke Pfarrer Sieber. Wo die Spenden hingebracht werden können:

Zürich MyPlace-Haus, Grubenstrasse 28, und Glattpark (Opfikon) MyPlace-Haus, Vegastrasse 2. Beide ab sofort bis Fr, 16. Dezember, geöffnet
Mo–Fr, 8.30–17.30 Uhr.

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