Nr. 50/2011 vom 15.12.2011

Elektrizität

Die aktuelle Ausstellung «Unter Strom» in der Zürcher Shedhalle beschäftigt sich nicht nur mit dem Phänomen Elektrizität aus künstlerischer Perspektive, sondern trifft auch auf gegenwärtige Debatten um Energiepolitik in der Schweiz und in Europa.

Zürich Shedhalle, Seestrasse 395. 
Die Ausstellung dauert bis 18. Dezember.

Fremde

MigrantInnen, Zugewanderte, LangzeittouristInnen, AustauschstudentInnen und Asylsuchende haben Luzern dieses Jahr jeweils einen Monat lang aus ihrer persönlichen Sicht betrachtet und mit einer Kamera das festgehalten, was ihnen dabei fremd vorgekommen ist. Entstanden sind Plakate, die zum Nachdenken anregen, die Nebensächliches in den Mittelpunkt rücken, Alltägliches zum Besonderen werden lassen. Die Ausstellung «Was ist fremd? Mein Luzern. Oder deines?» wird jetzt im RomeroHaus gezeigt.

Luzern RomeroHaus, Kreuzbuchstrasse 44. 
Die Ausstellung dauert bis Fr, 23. Dezember, 
18.30 Uhr.

Olla Común

Die Mittagessen Olla Común erinnern an eine aus der Not heraus geborene Tradition in lateinamerikanischen Ländern: BewohnerInnen der Elendsquartiere tragen zusammen, was sie an Lebensmitteln auftreiben können, kochen und essen dann miteinander. Beim Basler Olla Común kochen ehrenamtlich arbeitende Frauen und Männer ein für ihr Land typisches Essen zugunsten eines sozialen Projekts in ihrer Heimat; nächstes Mal für die Pakistani & International Christian Welfare Association. Es gibt Chicken Tikka Masala und Basmati-Reis, gemischtes Curry-Gemüse, ein pakistanisches Dessert und Kuchen, Kaffee oder Tee. Die Spenden für das Essen kommen Projekten für Strassenkinder in Kaschmir sowie den von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen in Pakistan zugute.

Basel K5 Kurszentrum für Menschen aus
fünf Kontinenten, Gundeldingerstrasse 161,
Sa, 17. Dezember, 12.30–15 Uhr.

Ökonomie

WIDE, das Netzwerk Women in Development Europe, lädt ein zum Kurs «Die Eurokrise aus der Sicht der feministischen Ökonomie» mit Mascha Madörin. Der Kurs richtet sich an VertreterInnen von NGOs, Frauennetzwerken, Parteien und Gewerkschaften und aus der Verwaltung sowie an Studierende und weitere Interessierte. Es sind keine ökonomischen Vorkenntnisse erforderlich, und die Kursabende können auch einzeln besucht werden.

Die Themen der einzelnen Abende sind:
1.) die Kontroversen um die Ursache der Eurokrise und der Finanzkrise generell und zu den Rettungskonzepten; 2.) Leerstellen der aktuellen Debatte aus feministischer Sicht / Auswirkungen der Krise aus der Sicht von Frauen / Forderungen von Frauennetzwerken / die politische und soziale Ökonomie von Care als Teil aktuellen wirtschaftspolitischen Denkens; 3) Perspektivendebatte Schweiz als Teil der globalen Finanzmärkte, der globalisierten Wirtschaft und ihren Krisen.

Bern Universität (Gebäude UniS), jeweils
Di, 17., 31. Januar und 14. Februar. Kosten:
100 Franken (WIDE-Mitglieder 50 Franken), Einzelpreis pro Abend 40/20 Franken. Anmelden bis 1. Januar bei lilian.fankhauser@izfg.unibe.ch, (TeilnehmerInnenzahl beschränkt).

Palästina / Israel

Das Jordantal mit seiner einzigartigen Landschaft macht fast dreissig Prozent des israelisch besetzten Westjordanlands aus. Es ist fruchtbar, verfügt über Grundwasserreserven und bildet die einzige Aussengrenze für einen möglichen palästinensischen Staat. Doch der grösste Teil des Tales besteht aus Sperrzonen der israelischen Armee oder wird von den 36 israelischen Siedlungen beansprucht. Die Einheimischen verlieren immer mehr von ihrem Acker- und Weideland, die Versorgung mit Wasser ist vielerorts äusserst prekär –
und viele Gemeinden leben in ständiger Furcht vor Hauszerstörungen und Vertreibung. Über das Leben im Jordantal informiert die Journalistin Rosmarie Kayser.

Zürich Bäckeranlage (Quartierzentrum Aussersihl), Hohlstrasse 67, So, 18.  Dezember, 18 Uhr (palästinensisches Essen ab 17 Uhr).

Psychiatrie und Kunst

In die Psychiatrische Pflegeanstalt Rheinau gelangten diejenigen Kranken, die als «unheilbar geisteskrank» galten. Noch vor hundert Jahren lebten dort über tausend Patientinnen und Patienten. Einige schufen in der Rheinau ein kunstvolles Lebenswerk. Eine Auswahl aus der erhalten gebliebenen Sammlung von 825 Werken aus dem Zeitraum von 1867 bis 1930 ist nun in der Ausstellung «Rosenstrumpf und dornencknie» zu sehen.

Zürich Medizinhistorisches Museum der Universität, Rämistrasse 69. Öffnungszeiten:
Di–Fr, 13–18 Uhr, Sa/So, 11–17 Uhr.
Die Ausstellung dauert bis 12. Januar.

TamilInnen

Im Rahmen der Friedenswoche ist die traditionelle Freitags-Volksküche im St. Galler CaBi eine tamilische Volksküche. Anschliessend gibt es einen Bericht und eine kurze Diskussion über die aktuelle Lage der Tamilinnen und Tamilen in Sri Lanka und in der Schweiz.

St. Gallen CaBi Antirassismus-Treffpunkt, Linsebühlstrasse 47, Fr, 16. Dezember, ab 19 Uhr.

Weihnachtsgeschenke

Die Schweizer Tafel und MyPlace-SelfStorage sammeln gebrauchte, gut erhaltene Gegenstände aller Art, etwa Spielzeuge, überzähliges Geschirr, Bücher oder CDs. Auch ungebrauchte Hygieneartikel, warme Mäntel und Wolldecken werden gerne angenommen. Sie werden dann kurz vor Weihnachten an verschiedene soziale Institutionen in Zürich verteilt, unter anderem an das Frauenhaus, an Obdachlose, die im Winter im Pfuusbus nächtigen, oder an die Einrichtungen der Sozialwerke Pfarrer Sieber. Wo die Sachspenden hingebracht werden können:

Zürich MyPlace-Haus, Grubenstrasse 28, und Glattpark (Opfikon) MyPlace-Haus, Vegastrasse 2. Noch bis Fr, 16. Dezember, geöffnet jeweils von 8.30–17.30 Uhr.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Überweisung

PC-Konto 87-39737-0
BIC POFICHBEXXX
IBAN CH04 0900 0000 8703 9737 0
Verwendungszweck Spende woz.ch