Nr. 20/2012 vom 17.05.2012

Amazonasgebiet

Die Luftaufnahmen einer BBC-Dokumentation sorgten für Schlagzeilen: Auf einer Lichtung im Amazonasregenwald war eine Gruppe von Indigenen zu sehen, die ohne Kontakt mit der Aussenwelt leben. Ermöglicht hat die Aufnahmen José Carlos Meirelles, der sich in Brasilien seit vierzig Jahren für das Überleben indigener Völker engagiert. Gemeinsam mit José Carlos Meirelles und seinem Sohn Artur startet die Gesellschaft für bedrohte Völker eine Kampagne zum Schutz von unkontaktierten indigenen Gemeinschaften im Grenzgebiet von Brasilien und Peru. Als Einstieg wird «We Struggle but Eat Fruit» (port./Ashaninka, mit engl. Untertiteln) gezeigt. Der Dokumentarfilm entstand im Rahmen des Filmprojekts Vídeo nas Aldeias und porträtiert den Kampf der Ashaninka gegen illegale Holzfällerei in der Region Acre in Brasilien. Im Anschluss schildert Artur Meirelles die Arbeit, die er und sein Vater in Brasilien leisten.
Bern PH Bern, Institut für Bildungsmedien, Auditorium, 2. UG, Helvetiaplatz 2, Mo, 21. Mai 2012, 19.30 Uhr.

Armut

Das Internetcafé Planet 13 lädt ein zur 17.  Armutssitzung von unten. Eingeladen sind Armutsbetroffene und Armutsgefährdete (Working Poor, MigrantInnen, von Altersarmut Betroffene, IV-RentnerInnen, SozialhilfeempfängerInnen …).
Basel Internetcafé Planet 13, Klybeckstrasse 60,
 Mo, 21. Mai 2012, 19 Uhr.

Asyl

Die Diskussionen über Internierungslager und Grenzabriegelungen sind heftig. Wie die nächste Asylgesetzrevision weitere Verschärfungen als Effizienzsteigerung im Asylbereich verkauft, ist Thema einer Veranstaltung mit Moreno Casasola, Sekretär von Solidarité sans frontières (SOSF).
St. Gallen CaBi Antirassismustreffpunkt, Linsebühlstrasse 47, Fr, 18. Mai 2012, 20.30 Uhr 
(nach der Volksküche).

Grundeinkommen

Suzanne Zahnd, Endo Anaconda und Enno Schmidt unterhalten sich über die gesellschaftlichen Potenziale eines bedingungslosen Grundeinkommens, das laut der kürzlich lancierten Volksinitiative «der ganzen Bevölkerung ein menschenwürdiges Dasein und die Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglichen» soll.
Bern Turnhalle im Progr, Speichergasse 4, So, 20. Mai 2012, Brunch ab 11 Uhr, Diskussion ab 12 Uhr.


Frauen mit unterschiedlichem sozialem Hintergrund denken darüber nach, was sich mit einem bedingungslosen Grundeinkommen ändern könnte und was bei seiner Umsetzung mitbedacht werden muss. Unter der Leitung von Annemarie Sancar (Genderbeauftragte Deza, Mitglied von WIDE) diskutieren Judith Giovannelli-Blocher (Schriftstellerin), Ursula Knecht-Kaiser (Labyrinthplatz Zürich), Therese Wüthrich (Zentralsekretärin Syndicom, Debattierclub WIDE) und TeilnehmerInnen aus dem Publikum.
Bern Frauenraum der Reitschule, Neubrückstrasse 8, Do, 24. Mai 2012, 20 Uhr (Bar ab 19 Uhr).

Entwicklungszusammenarbeit

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) lädt ein zur Ausstellung «Die andere Seite der Welt – Geschichten der humanitären Schweiz». Die Ausstellung basiert auf mehr als 300 Stunden gefilmter Interviews, die mit Archivaufnahmen zu kurzen Dokumentarfilmen verarbeitet wurden. SchweizerInnen, die für die Deza, das IKRK und Nichtregierungsorganisationen auf der ganzen Welt im Einsatz waren, berichten von ihren Erfahrungen. Im Rahmenprogramm gibt es ein Podium zum Spendenverhalten mit David Signer (Journalist und Ethnologe), Elisio Macamo (Professor für Afrikastudien Uni Basel) und Peter Arbenz (Präsident Helvetas).
Aarau Stadtmuseum, Schlossplatz 23, Di, 22. Mai 2012, 19 Uhr. Die Ausstellung dauert bis 1. Juli 2012.

Menschenrechte

Was für Schweizer Konzerne hierzulande als Standard in der Einhaltung der Menschenrechte und des Umweltschutzes gilt, wird andernorts durch dieselben Firmen, ihre Tochterfirmen oder Zulieferer oft krass und ohne direkte Sanktionen verletzt. Inwieweit sind wir bereit, Verantwortung zu tragen, als SchweizerInnen, als KonsumentInnen? In einer Gesprächsrunde diskutieren Urs Rybi (Erklärung von Bern, Fachbereich Rohstoffe), Beat Jans (SP-Nationalrat, Umweltnaturwissenschaftler), Lukas Engelberger (Jurist, CVP-Grossrat, Präsident der Wirtschafts- und Abgabenkommission), Sibyl Anwander (Coop, Leiterin Nachhaltigkeit/Wirtschaftspolitik).
Basel Restaurant Schlüsselzunft, 1. Stock, Freie Strasse 25, Do, 24. Mai 2012, 19.30 Uhr. Anmeldung erbeten. Recht ohne Grenzen, c/o Alliance Sud, Postfach, 3001 Bern, 031 390 93 36. info@rechtohnegrenzen.ch, 
www.rechtohnegrenzen.ch

Palästina

Die palästinensische Friedensaktivistin und Autorin Sumaya Farhat-Naser wird im Rahmen ihrer Vortragsreise auch die Schweiz besuchen.
Flüh SO Ökumenische Kirche, Buttiweg 26, Di, 22. Mai 2012, 19.30 Uhr. Heimisbach Krummholzbad, Do, 24. Mai 2012, 19.30 Uhr. Locarno Le Salon, Piazza Grande 26, Fr, 25. Mai 2012, 19 Uhr. 


Mai 1948: Gründung des Staats Israel. Für die einen Grund zur Freude, für die arabische Bevölkerung des historischen Palästinas aber die «Nakba», die Katastrophe. Das nächste Café Palestine steht unter dem Titel «Nakba von 1948 bis heute – am Beispiel der Beduinen». Ueli Schwarzmann war von September bis Dezember 2011 Menschenrechtsbeobachter in Palästina. Er erzählt von Begegnungen mit der beduinischen Bevölkerung im Jordantal. Sensibilisiert durch einen Besuch in Beduinendörfern des Negev setzte sich Ruedi Knutti intensiver mit der Geschichte dieser Bevölkerungsgruppe auseinander. Als Einführung zum Film «The Jahalin – Nowhere Left to Go» berichtet er vom Schicksal der Jahalin. Immer wieder wurden Angehörige dieses Beduinenstamms vertrieben. Zurzeit ist der östlich von Jerusalem lebende Stamm akut in seiner Existenz bedroht, erneut droht die Vertreibung.
Zürich Bäckeranlage, Hohlstrasse 67, So, 20. Mai 2012, 18 Uhr. Palästinensisches Essen ab 17 Uhr.

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