Nr. 10/2013 vom 07.03.2013

Altersvorsorge

Medien malen das Bild einer überalterten Gesellschaft an die Wand: Werden wir zu alt? Können wir uns die Altersvorsorge überhaupt noch leisten? Sind die Jungen noch bereit dazu, die AHV für die Pensionierten zu finanzieren? Solche Fragen sollen an der Tagung «Aber sicher!» des Kantonalzürcher Gewerkschaftsbunds diskutiert werden. An der Eröffnungsveranstaltung sprechen unter anderem Ruth Dreifuss (Altbundesrätin), Katharina Prelicz-Huber (VPOD-Präsidentin) und Yvonne Feri (Nationalrätin, Präsidentin SP-Frauen). Anschliessend finden Workshops mit ExpertInnen statt. Dem Schlussplenum und einer Pause folgt eine Podiumsdiskussion. Die TeilnehmerInnen: Jürg Brechbühl (Direktor des Bundesamts für Sozialversicherungen), Maria Roth-Bernasconi (Generalsekretärin Personalverband des Bundes), Giorgio Tuti (Präsident SEV – Gewerkschaft des Verkehrspersonals), Anna Stünzi (Präsidentin Junge Grüne Kanton Zürich) und Kurt Seifert (Leiter Forschung und Grundlagenarbeit Pro Senectute).

Zürich Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, 
Fr, 22. März 2013. Referate: 14–16 Uhr, Workshops: 16–17.30 Uhr, anschliessend Plenum, 
Resolution «Aber sicher!». 18.30–19.30 Uhr Pause, 
Podium ab 19.30 Uhr. Detailprogramm und Anmeldung (bis Mo, 18. März 2013) auf www.gbkz.ch.

Arbeiterbewegung

Der Sozialdemokrat Robert Grimm (1881–1958) kann als einer der interessantesten und bedeutendsten Schweizer Politiker des 20. Jahrhunderts bezeichnet werden. Er bekleidete im Laufe seiner Karriere in Gemeinde, Kanton und Bund fast alle Ämter, in die man gewählt werden konnte. 1918 stand er im Landesstreik an der Spitze der Streikleitung. Als Funktionär der Internationale verkehrte er mit den Grossen des europäischen Sozialismus. Er hinterliess ein ausserordentlich breites, von historischen Studien bis zu aktuellen Polemiken reichendes publizistisches Werk, dessen Lektüre sich noch heute lohnt. Die Historiker Bernard Degen und Hans Schäppi werden im Zürcher Sogar-Theater einige Aspekte aus dem Leben von Robert Grimm auswählen und präsentieren ihr Buch «Robert Grimm. Marxist, Kämpfer, Politiker».

Zürich Sogar-Theater, Josefstrasse 106 
(im Innenhof), Mi, 13. März 2013, 19 Uhr. Eintritt frei.

Europa

In der Reihe «Die Schweiz und Europa zwischen Ost und West» geht es um Konstruktionen und Projektionen. Welche Mythen waren 1989 mit dem Begriff «Europa» verbunden? Welche Konflikte bei gesellschaftlichen Entwicklungen werden über die Vorstellungen von «Europa» ausgetragen? Die ReferentInnen werfen einen Blick auf Europakonstruktionen in den Ländern Ostmittel- und Osteuropas. Die letzte Veranstaltung: «Schweiz und Europa im Spannungsfeld von Ost-West» mit dem Politologen Dieter Freiburghaus.

Basel Kollegienhaus der Universität, Petersplatz 1, Do, 7. März 2013, 18.30–19.45 Uhr. Kosten: 25 Franken.

Fukushima

Am 11. März 2013 jährt sich die Fukushima-Katastrophe zum zweiten Mal. Das Netzwerk für eine AKW-freie Schweiz organisiert am Samstagnachmittag in Bern einen Gedenktag. Die TeilnehmerInnen sollen ihre individuellen Wünsche mitnehmen – persönliche, solche für die Opfer der Fukushima-Katastrophe, für die Menschen in der Schweiz, für die politisch Verantwortlichen oder für die AKW-ManagerInnen – und diese auf einem Holzstück aufschreiben. Aus den Holzstücken, die vor Ort erhältlich sind, soll ein Wunschberg entstehen: als Zeichen der Erinnerung, als Botschaft an die Zukunft.

Bern Münsterplatz, Sa, 9. März 2013, 13–16 Uhr.

Justiz

Der Dominikanerpater Heinrich von Rheinfelden belästigt Bäckerjungen und Karrenknechte. Susanna Schaub tötet nacheinander drei Ehemänner mit Gift. Paul Kopp ergattert bei einem Raubmord fünfzehn Franken. Studenten, Schülerinnen und Lehrlinge blockieren aus Protest die Tramschienen. Eine Autofahrerin prallt mit übersetzter Geschwindigkeit in ein Tram. Hooligans verursachen bei einem Fussballmatch hohen Sachschaden. Womit machen sich Menschen in unterschiedlichen Epochen schuldig oder kommen mit dem Gesetz in Konflikt? Schuldig oder unschuldig, kriminell oder legal, schwere Straftat oder Kavaliersdelikt: Die Anschauungen über Kriminalität und Kriminelle wandeln sich laufend. Damit beschäftigt sich eine Ausstellung des Historischen Museums Basel. Im Rahmenprogramm gibt es ein Gespräch mit Peter Gill, Kriminalkommissär, Leiter Medien und Information.

Basel Barfüsserkirche, bis 7. April 2013. Di–So, 10–17 Uhr. Gespräch: Mi, 13. März 2013, 12.15 Uhr. Nächste Führung: So, 10. März 2013, 11.15 Uhr. Führungen für private Gruppen: 061 205 86 00. www.hmb.ch

Mädchentreff

Der Mädchentreff Mädona in Basel ist in seiner Art in der Region Nordwestschweiz einzigartig. Er bietet Mädchen am kommenden Montag bewusst ein möglichst offenes Programm: einfach mal nur abhängen, tanzen, ins Internet gehen, mit Freundinnen reden, basteln und das Programm selber mitgestalten … Alle Themen, die Mädchen beschäftigen, wie Familie, Freundschaft, Schule, Beruf, Liebe, Sexualität werden besprochen. Zudem unterstützen Angélique Halbeisen-Orlando (Sozialpädagogin) und Carmen Büche (Jugend- und Heimerzieherin) die Besucherinnen bei Hausaufgaben, Vorträgen oder Bewerbungsschreiben.

Basel Internetcafé Planet 13, Klybeckstrasse 60, Mo, 11. März 2013, 19 Uhr.

MigrantInnen

Das Integrationszentrum für MigrantInnen (Zentrum 5) in Bern lädt ein zum Frauentagsfest mit Musik und Essen. Einige Tage später gibt es bei einem Apéro mit Musik Geschichten und Anekdoten aus verschiedenen afrikanischen Ländern.

Bern Zentrum 5, Flurstrasse 26b. 
Fest: Fr, 8. März 2013, ab 18 Uhr. 
Afrikanische Geschichten: Mi, 13. März 2013, 19.30 Uhr.

MuslimInnen

In der Wanderausstellung «… denn die Menschen sind alle Geschwister» geben zwanzig MuslimInnen aus dem Kanton Bern Einblick in ihren Alltag und ihre Sorgen, Hoffnungen und ihren Glauben. Jedes Porträt besteht aus Farbfotos, einem Interview und steckbriefartigen Angaben zur Person. Die Porträtierten wurden in verschiedenen Alltagssituationen fotografiert, zum Beispiel mit ihrer Familie, bei der Arbeit, während ihrer Freizeitbeschäftigung oder im öffentlichen Raum. Ihre Statements machen sichtbar, wie vielfältig der Islam in der Schweiz gelebt wird.

Aarwangen Kirche, täglich 8–20 Uhr. 
Die Ausstellung dauert noch bis 10. März 2013. 
www.refbejuso.ch

Pränatale Diagnostik

Zwei neue Gentestverfahren (PID und NIPD) zur vorgeburtlichen Selektion stehen kurz vor der Zulassung. Diese und der Widerstand des Basler Appells gegen Gentechnologie gegen sie sind Thema des nächsten Politischen Abendgottesdiensts.

Zürich Fraumünsterchor (Münsterhof, Eingang Limmatseite), Fr, 8. März 2013, 18.30 Uhr (im Anschluss an das öffentliche Schweigen der Frauen für den Frieden von 17.45–18.15 Uhr beim Fraumünster).

Rohstoffe

Falea ist eine Gemeinde im Westen von Mali, in der sich die EinwohnerInnen seit drei Jahren gegen eine geplante Kupfer-, Silber- und Uranmine wehren. Professor Many Camara aus Bamako, der die internationalen Kontakte der Bürgerinitiative ARACF von Falea betreut, spricht an einer Veranstaltung in Basel mit Hannes Lämmler (Europäisches BürgerInnen-Forum) über den «Wettlauf um Bodenschätze in Afrika am Beispiel der 21 Dörfer von Falea in Mali».

Basel Longo-Maï-Haus, St.-Johanns-Vorstadt 13, 
Sa, 9. März 2013, 15 Uhr.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Überweisung

PC-Konto 87-39737-0
BIC POFICHBEXXX
IBAN CH04 0900 0000 8703 9737 0
Verwendungszweck Spende woz.ch