WOZ News

Nr. 25 –

Unberechenbare

Als wir kürzlich im Onlinearchiv des «Tages-Anzeigers» etwas suchten, erhielten wir die Antwort: «Ihre Anfrage wurde aufgrund eines technischen Fehlers fehlgeschlagen.» Wenn eine Suchmaschine derart aggressiv drauf ist, sollte man auch ihrer Aufforderung «Bitte versuchen Sie es später erneut» nur mit grösster Vorsicht nachkommen.
Nicht dass uns das Biest nochmals fehlschlägt.
Karin Hoffsten

Unaussprechliche

Erstaunt blieb unser Blick an einem Titel hängen, ebenfalls gelesen im «Tages-Anzeiger»: «Schneider tritt nicht als Ammann an.» Ei, wo denn? Und warum denn? Will unser Bundesrat etwa zu seinen neuen Freunden in China auswandern und hat sich, nachdem er sich beim Google-Übersetzer angehört hatte, was chinesische Zungen aus Ammann machen, vorsichtshalber für Schneider entschieden? Doch der zweite Blick klärte auf: Ein Herr Schneider will in Baden nicht Ammann werden. Bundesrat Schneider-Ammann hingegen bleibt und wird uns auch fürderhin mit seiner Rede verzaubern!
Karin Hoffsten

Artengeschützte

Auch diese Bildlegende aus dem «Bieler Tagblatt» lässt Fragen offen: «Bei einer Razzia hat die thailändische Polizei in einem Haus in Bangkok 14 afrikanische Löwen sichergestellt. Der Mann, der die Tiere festhielt, gab an, er besitze eine Einfuhrlizenz. Doch der Handel mit Löwen ist weltweit verboten. Die Polizei verhaftete den Mann und liess die Tiere frei. Sie sind wohlauf.» Nach unseren Informationen liegt Thailand nicht direkt in Afrika, drum scheint uns ein dortiger Freilandversuch mit Löwen doch recht kühn.
Andererseits werden sie sich schon durchschlagen, auch uns mundet Thai-Food ja vorzüglich.
Jürg Fischer

Geräuschvolle

«Britische Spione hören laut ausländische Diplomaten ab», gibt «NZZ Online» eine der Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden wieder. Wie es zu dieser eigentümlichen Abhörart kommt, darüber können wir nur mutmassen; sei es, weil die ehemals diskrete Diplomatenkaste längst alle Hemmungen abgelegt hat und also auch beim Abhören keine speziellen Vorsichtsmassnahmen getroffen werden müssen oder weil die britischen Spione sich schon immer für etwas Besonderes gehalten haben und aus jedem Vorgang gleich einen «James Bond» machen.
Jürg Fischer

Versetzte

Von dem schrillen Modemacher Harald Glööckler weiss bluewin.ch Seltsames zu berichten: Zuerst heisst es auf der Homepage: «Haartransplantation nach Eigenfett für Hintern.» Und klickt man das an, so ist zu lesen: «Harald Glööckler: Zufrieden nach Haartransplantatio.» Die Bluewin-Redaktion bleibt uns eine Erklärung des ersteren Vorgangs schuldig, vielleicht wurde das Eigenfett aus den fettigen Haaren gewonnen.
Zum zweiten können wir nur feststellen, dass unterwegs auch ein Buchstabe weggeschnitten wurde, oder redet man jetzt vornehm lateinisch?
Wie das alles aussieht, möchten wir nicht wissen, wir wissen nur, dass der Name des Mannes, der ursprünglich Herr Glöckler lautete, nach Transplantation eines weiteren ö (vom Öhrchen? Vom Popöchen?) keine Referenz für die Schönheitschirurgie ist.
Jürg Fischer

woznews@woz.ch