Nr. 16/2014 vom 17.04.2014

Doping

Der Frühling kommt. Zeit, Bizeps, Waschbrett und Heldenbrust zu präsentieren. Die Auswahl an Helferchen, um gut auszusehen, ist riesig: Proteine, Creatine, Aminos, Hormone oder Anabolika. Was ist hinausgeworfenes Geld? Was wirkt, und wie? Was passiert mit unserem Körper? Was muss mein Arzt wissen? Michael Krattiger, Leiter Prävention/Information von Antidoping Schweiz, informiert am Freitagabend, 25. April, im Zürcher Restaurant Bubbles über die Möglichkeiten und Gefahren solcher «Pülverchen» sowie über Strategien eines ungefährdeten Gebrauchs.

Zürich Restaurant Bubbles, Werdstrasse 54, 
Fr, 25. April 2014, ab 18 Uhr.

Frieden

«Krieg ächten – Frieden schaffen» ist das Motto der Osterveranstaltung Bodensee-Friedensweg. Rund siebzig Organisationen aus dem Bodenseeraum laden zum diesjährigen Friedensweg ein. Ein Stationenweg führt zu drei geschichtsträchtigen Orten der Insel, mit Ansprachen von Dietmar Stoller (Pax Christi, Lindau), Hermann Dorfmüller (ehemaliger Stadtrat, Lindau), Marigret Brass-Kästl (Stadtheimatpflegerin) und Uwe Peschka (Bunte Liste). Die Schlussveranstaltung findet um 15.15 Uhr in der Inselhalle statt. Arne Engeli, Politologe und Friedensaktivist aus Rorschach, spricht dort zu «Frieden ist Frucht der Gerechtigkeit». Danach gibt es Friedenslieder und Musik mit dem Toggenburger Klangtrio Peter Roth, Ferdi Rauber und Sonja Lieberherr-Schnyder.

Lindau Treffpunkt an der Westseite des Hafens, 
Mo, 21. April 2014, 13 Uhr.

«Sicherheit schaffen: mit Bildung und Gesundheit statt Waffen». Am Ostermontag findet der alljährliche schweizerische Friedensmarsch in Bern statt: für wahre Sicherheit durch Bildung, Gesundheit und die Förderung von Arbeit im Dienst des Gemeinwohls und gegen neue Kampfjets und Kriegsmaterialexporte. Der Marsch beginnt um 13 Uhr im Eichholz an der Aare (Tram 9 ab Hauptbahnhof bis Endstation Wabern) und endet um 14.30 Uhr auf der Münsterplattform. An der Schlusskundgebung spricht Claudia Haydt (Informationsstelle Militarisierung). Zum Ausklang gibt es feines Essen und Trinken aus dem Jura und Musik von Olgas Bagasch (Klezmer, Gipsy, Chansons). Mehr dazu auf www.ostermarschbern.ch.

Bern Treffpunkt im Eichholz, Mo, 21. April 2014, 13 Uhr.

Rassismus

Sebastian Friedrich ist Mitherausgeber des Buchs «Nation, Ausgrenzung, Krise. Kritische Perspektiven auf Europa» (Verlag Edition Assemblage, 2013). Er hält einen Vortrag über den Zusammenhang von Kapitalismus, Nationalismus, Rassismus und Krise. Vielfach thematisiert wurde dies am Beispiel Griechenlands, wo die extreme Rechte klar im Aufwind ist. Europaweit dürfte das gesamte rechte Spektrum aus der Finanzkrise gestärkt hervorgehen. Aktuelle Debatten um die sogenannte Armutsmigration zeigen aber, dass Nationalismus, Rassismus und Ausgrenzung nicht auf die extreme Rechte beschränkt, sondern wesentlich in weiten Teilen der «Mitte» verankert sind. Im Anschluss wird diskutiert, mit welchen Rassismus- und Krisenverständnissen die politische Situation in der Schweiz nach der Annahme der SVP-Abschottungsinitiative besser verstanden werden kann und welche antirassistischen und emanzipatorischen politischen Perspektiven verfolgt werden sollten.

Basel Internetcafé Planet 13, Klybeckstrasse 60, 
Sa, 26. April 2014, 19 Uhr; Zürich Autonome Schule, Badenerstrasse 8, So, 27. April 2014, 19 Uhr; 
Winterthur Gasthof zum Widder, Metzggasse 9, 
Mo, 28. April 2014, 19 Uhr.

Recherche

Die Zürcher Zentralbibliothek (ZB) verfügt nicht nur über einen riesigen Bestand an Büchern, Zeitschriften und wissenschaftlichen Arbeiten. Sie bietet auch Workshops an, die helfen, sich in der Fülle an verfügbaren Informationen zu orientieren. Am kommenden Donnerstag finden am frühen Abend zwei solche Workshops vor Ort statt: «Rechercheportal. Wissen(d) gefunden» zeigt um 16 Uhr die vielfältige Nutzung des ZB-Rechercheportals auf, «eBibliothek – im WWW verborgen» bietet um 17.30 Uhr einen Überblick zum umfangreichen E-Angebot der ZB.

Zürich Zentralbibliothek, Seminarraum A, 
Do, 24. April 2014, 16 Uhr und 17.30 Uhr.

Sans-Papiers

In der Schweiz leben und arbeiten über 100 000 Menschen ohne geregelten Aufenthalt. Sie putzen, hüten Kinder, arbeiten auf Baustellen, in Restaurants oder in der Landwirtschaft. Trotz fehlender Aufenthaltsbewilligung stehen ihnen grundlegende Rechte zu. Der Verein Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers setzt sich für die Verbesserung der sozialen und rechtlichen Situation der Sans-Papiers ein. Um auf die Thematik aufmerksam zu machen, organisiert die Beratungsstelle am Freitag, 25. April, ab 18.45 Uhr ein Solidaritätskonzert für Sans-Papiers in der Berner Heiliggeistkirche. Neben Endo Anaconda von Stiller Has treten mit Najat Suleiman (Syrien) und Elina Duni (Albanien) zwei in der Schweiz lebende Musikschaffende auf, die gekonnt musikalische Brücken in ihre Heimatländer schlagen.

Bern Heiliggeistkirche, Fr, 25. April 2014, ab 18.45 Uhr.

Wohnen

In der Stadt Bern fehlen preisgünstige Mietwohnungen. Es braucht in allen Stadtteilen mehr günstigen und qualitativ hochstehenden Wohnraum. Welche Massnahmen sind notwendig? Einen Beitrag soll die Wohninitiative leisten, über die am 18. Mai abgestimmt wird. Sie verlangt eine Änderung der Bauordnung: Bei Neueinzonungen sowie bei allen Um- und Aufzonungen muss mindestens ein Drittel der Wohnungen entweder preisgünstig oder nach gemeinnützigen Kriterien erstellt werden. Diese Wohnungen sind nach dem Prinzip der Kostenmiete zu vermieten und bleiben so der Spekulation entzogen. Auf einem Podium diskutieren Fachleute aus der Immobilien- und Bauwirtschaft mit Berner PolitikerInnen. Mit den Architekten Andreas Hämmerli und Andreas Binkert, Jürg Sollberger (Präsident der Wohnbaugenossenschaften Bern-Solothurn) sowie Bernhard Eicher (FDP), Lukas Gutzwiller (GFL), Natalie Imboden (Grüne) und Evi Allemann (SP und MieterInnenverband). Der Journalist Toni Koller moderiert, der Eintritt ist frei.

Bern Hotel Bern, Mi, 23. April 2014, 19 Uhr.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Überweisung

PC-Konto 87-39737-0
BIC POFICHBEXXX
IBAN CH04 0900 0000 8703 9737 0
Verwendungszweck Spende woz.ch