Nr. 44/2014 vom 30.10.2014

Bildung

«Too big to fail – wie Systeme sich selbst dienen – und wir ihnen» ist der Titel einer Ringvorlesung an der Fachhochschule Nordwestschweiz. Lucien Criblez, Professor für Historische Bildungsforschung und Steuerung des Bildungssystems an der Universität Zürich, referiert über das Gelingen und Scheitern von Schulreformen.

Windisch Fachhochschule Nordwestschweiz, Klosterzelgstrasse 2, Mi, 5. November 2014, 17.15 Uhr. www.fhnw.ch/ringvorlesung

Ernährungssouveränität I

Die bäuerliche Gewerkschaft Uniterre fordert mit ihrer Initiative für Ernährungssouveränität (siehe WOZ Nr. 40/2014) eine Agrarpolitik der kurzen Wege und fairen Preise. Uniterre-Vizepräsidentin Ulrike Minkner erläutert das Anliegen. Zudem gibts eine Diskussion, Essen und Musik.

Basel Restaurant Platanenhof, Klybeckstrasse 241, So, 2. November 2014, 16 Uhr.
www.souverainete-alimentaire.ch

Ernährungssouveränität II

In Dietikon bei Zürich, in der Nachbarschaft der Gemüsegenossenschaft Ortoloco, entsteht die Q-Milch-Genossenschaft, die ihre Mitglieder mit Biomilchprodukten versorgt. Die Genossenschaft stellt sich vor und zeigt als Inspiration den Film «Andeer ist anders» über die preisgekrönte Sennerei Andeer im Bündner Hinterrheintal.

Dietikon Hof im Basi, Alte Kindhauserstrasse 3, 
Sa, 1. November 2014, 20 Uhr. www.hofkaeserei-imbasi.ch

Fremdplatzierung

Im Rahmen der «Uni von unten» gibt es einen Vortrag zum Thema «Als Kind auf dem Bauernhof fremdplatziert und bis heute verdinglicht» von Nils Adolph, Soziologe an der Uni Basel.

Basel Planet 13, Klybeckstrasse 60, 
Mo, 3. November 2014, 19 Uhr. www.planet13.ch

Gentrifizierung

Das «Böxli» im Berner Lorraine-Quartier ist zum Symbol für eine kostengünstige und quartiertaugliche Alternative zu teuren Wohnbauprojekten geworden, die in vielen Schweizer (Innen-)Städten aus dem Boden schiessen. Diesen Samstag kommt das «Böxli» zurück ins Quartier, öffnet seine Türen und feiert ein Willkommensfest.

Bern Quartiertreff Böxli, Lagerweg 10, 
Sa, 1. November 2014, ab 11 Uhr.

Geschlechterfragen I

Die Berner Fachstelle Sexarbeit Xenia feiert ihr 30-Jahr-Jubiläum. Der Anlass ist zugleich ein Benefiz, denn seit der Verlagerung der Zuständigkeit von der Stadt auf den Kanton Bern fehlen der Fachstelle mindestens vierzig Stellenprozente. Es gibt eine kurze Podiumsdiskussion mit Werner Könitzer (ehemaliger Regierungsstatthalter von Biel) und der langjährigen Xenia-Leiterin Martha Wigger. Zudem spielen diverse Bands.

Bern Aula im Progr, Speichergasse 4, 
Sa, 1. November 2014, 19.30 Uhr. www.xeniabern.ch

Geschlechterfragen II

An der öffentlichen Ringvorlesung «Männlichkeitsvorstellungen und Männerbilder heute» referiert Frank Luck, Doktorand Zentrum Gender Studies, über sein Forschungsprojekt «Männergesundheit» an der Universität Basel.

St. Gallen Universität, Raum HSG 58–022, Tellstrasse 2, Do, 6. November 2014, 18.15–19.45 Uhr. www.genderportal.unisg.ch

Gewaltfreier Widerstand

Greenpeace Schweiz diskutiert an einem Fest zum 30. Geburtstag grundsätzliche Fragen: Was legitimiert gewaltfreien Widerstand, was bringt er? Am Podium nehmen der Friedensaktivist Ueli Wildberger, die Femen-Aktivistin Zana Ramadani, Michelle Beyeler von der Universität Zürich, Rechtsanwalt Lorenz Hirni und Arman Riahi, Regisseur des Films «Everyday Rebellion», teil.

Zürich Flux Laboratory, Schiffbauplatz 5, 
Mi, 5. November 2014, 19 Uhr.

Griechenland

Der griechische Künstler Kostis Stafylakis wirft in einem (englischsprachigen) Referat einen kritischen Blick auf die Formen und Folgen der diversen Widerstandsaktionen in seinem Heimatland, das in einer tiefen Wirtschaftskrise steckt.

Zürich Toni-Areal, Kunstraum 5.K12 (Ebene 5), Pfingstweidstrasse 96, Mo, 3. November 2014, 19 Uhr.

Häusliche Gewalt

In Zürich beginnt die Ausstellung «Willkommen zu Hause». Schwerpunkt ist die Gewalt in Familie und Partnerschaft. An der Vernissage spricht Stadtrat Richard Wolff (AL). Viele Veranstaltungen, Referate und Podiumsdiskussionen runden die Ausstellung ab, die massgebend von der Stadtzürcher Fachstelle für Gleichstellung und dem Mädchenhaus Zürich organisiert wird.

Zürich Reformiertes Kirchgemeindehaus Zürich Wiedikon, Bühlstrasse 11, Vernissage am 
Do, 30. Oktober 2014, 18 Uhr. Die Ausstellung dauert 
bis So, 16. November 2014. www.maedchenhaus.ch

Lakota

«No More Smoke Signals» von Fanny Bräuning und Kaspar Kasics stellt den Radiosender «Kili Radio» vor, den AktivistInnen der indianischen Widerstandsbewegung im Lakotareservat gegründet haben. Der Film wurde mit dem Zürcher und dem Schweizer Filmpreis ausgezeichnet. Das Zürcher Völkerkundemuseum zeigt den Film in Anwesenheit von Produzent Kaspar Kasics.

Zürich Völkerkundemuseum, Pelikanstrasse 40, 
Mi, 5. November 2014, 19 Uhr.

MuslimInnen

In der Ausstellung «… denn die Menschen sind alle Geschwister» geben zwanzig MuslimInnen aus dem Kanton Bern Einblick in ihren Alltag und sprechen über ihre Sorgen, Hoffnungen und ihren Glauben. Porträtiert wurden Schülerinnen, Lehrlinge, Studentinnen, Politiker, Künstlerinnen, Beamte, Unternehmerinnen, Angestellte, ein Imam, ein Scheich und ein Religionslehrer.

Steffisburg Kirchgemeindehaus Oberdorf, 
2.–30. November 2014. www.refbejuso.ch

Philip Werner Sauber

Innerhalb der politischen Bewegungen der späten sechziger Jahre wurde Philip Werner Sauber zu einem Untergrundkämpfer, der auch Gewalt nicht ablehnte. 1975 starb er durch eine Kugel aus einer Polizeiwaffe. Von seiner einstigen Lebensgefährtin Ulrike Edschmid erschien letztes Jahr ein Buch mit ihren Erinnerungen. Sie wird daraus lesen und Fragen dazu beantworten.

Hirzel Kulturwerkstatt, Zugerstrasse 4, 
Fr, 31. Oktober 2014, 19.45 Uhr.

Somalia

Nach jahrelangem Krieg ist der Weg zu einem befriedeten Somalia schwierig. Ende Mai reiste eine Schweizer Delegation in Zusammenarbeit mit dem Hilfswerk Swisso-Kalmo nach Somalia, um sich ein Bild der Lage zu machen. Es informieren Bashir Gobdon, Präsident der somalischen Diaspora in der Schweiz, und der grüne Nationalrat Geri Müller.

Zürich Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, 
Grüner Saal, Do, 6. November 2014, 19.30 Uhr. 
www.swisso-kalmo.org

Sozialhilfe

Die Sozialhilfe hat sich im letzten Jahrzehnt gewandelt: von der Armenfürsorge zur Disziplinierungsagentur. Jeder und jede Einzelne steht seither immer mehr in der Pflicht, sich fortwährend und aktiv um Arbeit zu bemühen. Mögliche Sanktionen erhöhen den Druck erheblich. Unter dem Aspekt «Sozialhilfe zwischen Unterstützung und Arbeitszwang» diskutieren der Soziologe Kurt Wyss und der Arbeitsmarktforscher Peter Streckeisen.

Zürich Gemeinschaftsraum ABZ, 
Seebahnstrasse 201, Mi, 5. November 2014, 19.30 Uhr. www.sozialhilfeberatung.ch

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