Nr. 45/2014 vom 06.11.2014

Ausgrenzung

Welche Kriterien entscheiden, wer dazugehört? Wer schliesst aus? Muss man dazugehören? Dazu gibts ein Palaver der Grünen mit dem Titel «… und du bisch duss!» zum Bild der Fremden, zu Ursachen und Folgen von Grenzziehungsprozessen mit einem Input von Soziologin Eva Mey.

Emmenbrücke Jugendbüro Ämme, Gerliswilstrasse 64, Mo, 10. November 2014, 18 Uhr.

Bevölkerungspolitik

Argumentieren gegen die Vermischung von ökologischen Zielen und Bevölkerungspolitik etwa durch Ecopop: Balthasar Glättli, Mitautor von «Die unheimlichen Ökologen. Sind zu viele Menschen das Problem?» (siehe WOZ Nr. 24/2014), liest aus dem Buch, anschliessend folgt eine Diskussion zur Ecopop-Initiative. In der Woche darauf stellt Glättli das Buch auf Einladung der «Erfreulichen Universität» auch in St. Gallen vor.

Oberrieden Genossenschaft für Alterswohnungen Gawo, Spielhofweg 12, Do, 6. November 2014, 20 Uhr.
St. Gallen Palace, Zwinglistrasse 3, Blumenbergplatz, Mi, 12. November 2014, 20.15 Uhr.

Dass die Welt nachhaltiger werden muss, ist unbestritten, aber wie? Lässt sich mit technischem Fortschritt allein mehr Nachhaltigkeit erreichen? Welche Massnahmen sind erforderlich? Ist mehr Verzicht unausweichlich? Das diskutieren Balthasar Glättli, WOZ-Mitarbeiter und Buchautor Marcel Hänggi sowie Thomas Haemmerli, Präsident der Gesellschaft offene und moderne Schweiz (GomS) und Autor von «Der Zug ist voll».

Zürich Karl der Grosse, Kirchgasse 14, 
Mo, 10. November 2014, 19.30 Uhr.

Ebola

«Aufstehen gegen Ebola» ist ein Abend mit Informationen aus erster Hand. Sprechen werden unter anderem eine Liberia-Schweizerin und VertreterInnen aus Entwicklungshilfe und Medizin.

Bern Kornhausforum, Kornhausplatz 18, 
Fr, 7. November 2014, 19 Uhr (Saftbar und liberianische Snacks ab 18 Uhr).

Geschlechterfragen

Die öffentliche Ringvorlesung «Männlichkeitsvorstellungen und Männerbilder heute» untersucht die vermutete Krise sowohl im Hinblick auf Männlichkeitsvorstellungen, die Männer untereinander aushandeln, wie auch Männerbilder im Verhältnis zur Weiblichkeit. Am dritten Anlass referiert Scott Loren, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Uni St. Gallen, über männliche Subjektivitätsbilder im US-Kino von 1950 bis 2000.

St. Gallen Universität, Raum HSG 58–022, Tellstrasse 2, Nähe HB, Do, 13. November 2014, 18.15–19.45 Uhr. 
www.genderportal.unisg.ch/de/aktuell

Die Diskussion über einen künftigen Fachkräftemangel hat neuen Aufwind bekommen. Bundesrat Johann Schneider-Ammann und Teile der Wirtschaft fordern, das Potenzial der heimischen Arbeitskräfte solle besser ausgeschöpft werden. Vor allem Frauen mit Familie müssten mehr Erwerbsarbeit leisten. Engagierte Feministinnen, die selber Mütter minderjähriger Kinder sind, und interessierte Teilnehmerinnen werden unter Leitung von Historikerin Ursina Anderegg (Women in Development Europe) über die Vereinbarkeit von Berufs- und Familienarbeit diskutieren.

Bern Politforum Käfigturm, Marktgasse 67, 
Do, 13. November 2014, 18.45 Uhr.

Menschenrechtskonvention

«Landesrecht versus Völkerrecht»: Die Amnesty-International-Sektion Rorschach organisiert dazu ein Podium mit Hans-Jürg Fehr, dem ehemaligen Präsident der SP, SVP-Nationalrat Thomas Müller und Stefan Schlegel (Lawyers for Amnesty und Foraus – Forum Aussenpolitik).

Rorschach Forum Würth, Churerstrasse 10, 
Mo, 10. November 2014, 20 Uhr.

Neue Medien

Der Film «Forbidden Voices» porträtiert Frauen, die mithilfe von Facebook, Twitter und Co. gegen das restriktive Regime in ihrem Land kämpfen: Yoani Sánchez (Kuba), Zeng Jinyan (China) und die exilierte Iranerin Farnaz Seifi. Regisseurin Barbara Miller wird anwesend sein.

Zürich Filmstelle ETH-Zentrum, Universitätsstrasse 6, Di, 11. November 2014, 20 Uhr.

Sri Lanka

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) feiert ihr 25-Jahr-Jubiläum. Es gibt ein ExpertInnen- und ein Podiumsgespräch sowie eine Versteigerung von Berndeutschem von Pedro Lenz, Tragbarem aus Zürich und Historischem aus dem GfbV-Fundus. Im Expertengespräch berichten Julia Cuadros, Fachspezialistin Gold der NGO Cooperacción, Peru, und Christoph Wiedmer, Geschäftsleiter GfbV vom Goldbusiness, von der Lage in Peru und der Rolle der Schweizer Wirtschaft. Danach diskutieren Martin Stürzinger (EDA), Jeyakumar Thurairajah (Vertreter erste Generation, Präsident des Vereins Gerechtigkeit und Demokratie für Sri Lanka), Laavanja Sinnadurai (Vertreterin zweite Generation, Studentin Rechtswissenschaften) und Angela Mattli (Leiterin Kampagnen und Projekte GfbV) über die Situation in Sri Lanka nach dem Bürgerkrieg. Nach der Versteigerung singt die «Queen of the Roma Music» Esma Redzepova aus Mazedonien (vgl. Hausmitteilungen).

Bern Hotel National, Theatersaal, Sa, 8. November 2014, 15 Uhr. www.gfbv.ch/25jahre

Südliches Afrika

Aus Anlass von zwanzig Jahren demokratischem Südafrika will die Konferenz «Bergbauindustrie im südlichen Afrika» Fragen zur Rohstoffindustrie in dieser Region nachgehen. Wie müsste dieser Sektor reformiert werden, um den Ansprüchen einer Demokratisierung zu genügen? Betroffene, AktivistInnen und AkademikerInnen aus dem südlichen Afrika sind an der Diskussion beteiligt. Zudem wird der «Rundschau»-Beitrag «Glencore und die Asthma-Toten» über die Mopani-Kupfermine in Sambia gezeigt.

Basel Basler Afrika Bibliographien, Klosterberg 23, Fr, 7. November 2014, ab 18.15 Uhr (zwei Referate); 
Sa, 8. November 2014, 8.30–17.15 Uhr. Kosten: 25/50 Franken. Tagungssprache ist Englisch (ohne Übersetzung), Diskussionsbeiträge in deutscher oder französischer Sprache sind möglich.

Am 16. August 2012 erschoss die südafrikanische Polizei 34 streikende Minenarbeiter. Der preisgekrönte Dokumentarfilm «Miners Shot Down» von Rehad Desai zeigt die Hintergründe dieses Blutbads. Nach der Vorführung des Films (in Englisch, Xhosa und Zulu mit englischen, französischen und portugiesischen Untertiteln) gibt es eine Diskussion mit Gästen aus Südafrika über die Geschehnisse und über aktuelle gesellschaftliche Verhältnisse in ihrem Land.

Basel kult.kino atelier, Theaterstrasse 7, So, 9. November 2014, 11 Uhr.

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