Nr. 05/2015 vom 29.01.2015

Antisemitismus

Wann kippt Israelkritik in Antisemitismus? Der Historiker und Altnationalrat Jo Lang wird über das Thema Antisemitismus vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts referieren und ein Tischgespräch mit Albert Herz von der Israelischen Cultusgemeinde Zürich führen.

Zürich Gartenhofstrasse 7, Sa, 31. Januar 2015, 15 Uhr.

Moshe Zuckermann, Professor für Geschichte und Philosophie an der Uni Tel Aviv, stellt sein Buch «Israels Schicksal. Wie der Zionismus seinen Untergang betreibt» vor und hält ein Referat.

Zürich Kulturhaus Helferei, Kirchgasse 13, 
Mi, 4. Februar 2015, 19 Uhr.

Zuckermann tritt an einer weiteren Veranstaltung mit einem Referat auf: «Solidaritäten im Nahostkonflikt – eine Debatte über Antisemitismus als Realität und Antisemitismusvorwürfe als Herrschaftsinstrument». Danach wird ein Podiumsgespräch stattfinden. Die TeilnehmerInnen: Shelley Berlowitz (Historikerin, Jüdische Stimme für Demokratie und Gerechtigkeit in Israel/Palästina), Eva Gammenthaler (Aktivistin im Verein Gerechtigkeit und Frieden in Palästina) und Jo Lang.

Bern Hotel Bern, Zeughausgasse 9, 
Do, 5. Februar 2015, 18 Uhr. Anschliessend Diskussion mit dem Publikum.

Flucht

«Geflüchtet und doch kein Flüchtling?»: Nur wenige wissen, wer in der Schweiz aus rechtlicher Sicht überhaupt ein Flüchtling ist. Welche Umstände sind als Fluchtgründe anerkannt? Was geschieht mit denjenigen, die aus anderen Gründen flüchten? Kathrin Stutz, Juristin und Leiterin der Zürcher Beratungsstelle für Asylsuchende, gibt im Rahmen des «Café Migration» Einblick in das komplexe Wesen des Asylrechts.

Zürich Solino, Schanzengraben 15, 
Do, 5. Februar 2015, 18–20 Uhr.

Lateinamerika

Das Guatemala-Komitee Zürich und das Zentralamerika-Sekretariat Zürich laden wieder ein zum alljährlichen Rojinegro-Solidaritätsjass. Mit dem Erlös werden Projekte in El Salvador, Guatemala, Honduras und Nicaragua unterstützt.

Zürich Kulturmarkt, Ämtlerstrasse 23, 
Sa, 31. Januar 2015, 13–20 Uhr. Mit Verpflegung 
und Preisen für alle. Weitere Infos: 
www.rojinegro-jassen.ch

Ein weiterer Rojinegro-Jass wird im Frühling in St. Gallen stattfinden. Unterstützt wird das nicaraguanische Frauenkollektiv 8 de Marzo.

St. Gallen Restaurant Militärkantine, Kreuzbleicheweg 2, Sa, 28. März 2015, ab 13 Uhr. 
Alle erhalten einen Preis, wenn sie mindestens drei Runden gejasst haben.

Menschenrechte

Die Organisationen Peace Brigades International (PBI) und Peace Watch Switzerland (PWS) entsenden MenschenrechtsbeobachterInnen nach Guatemala, Südmexiko, Honduras, Kolumbien, Kenia und Palästina/Israel. An Infonachmittagen stellen sie ihre Arbeit vor und zeigen die Möglichkeiten und Grenzen von internationaler Menschenrechtsbeobachtung auf. Zudem berichten ehemalige Einsatzleistende von ihren Erlebnissen.

Zürich Katholische Hochschulgemeinde AKI, Hirschengraben 86 (oberhalb Central), 
Sa, 7. Februar 2015, 13.30–16.30 Uhr.

Bern WWF-Bildungszentrum, Bollwerk 35, 
Sa, 14. Februar 2015, 13.30–16.30 Uhr.

Migration

In der Reihe «Ökonomie und Rassismus im Migrations- und Grenzregime» von Kritnet Schweiz (Netzwerk Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung Knoten Schweiz) sprechen Simon Affolter (Institut für Sozialanthropologie, Uni Bern) und die Sozialwissenschaftlerin Jacqueline Kalbermatter über prekäre Arbeit und Migration in Landwirtschaft und Gastronomie. Es werden Formen der Klassifizierung, Disziplinierung und des institutionellen Rassismus diskutiert.

Bern Käfigturm, Marktgasse 67, Mi, 4. Februar 2015, 
19 Uhr.

Prostitution

Rebecca Angelini (Fachstelle für Frauenhandel und Frauenmigration, Fiz) spricht in der Reihe «Die Welt am Donnerstag» (präsentiert von der Autonomen Schule Zürich und der WOZ) über das Für und Wider eines Prostitutionsverbots.

Zürich Autonome Schule, Bachmattstrasse 59, 
Do, 5. Februar 2015, 20 Uhr.

Saatgut

In ganz Europa füllen dieselben Obst- und Gemüsesorten die Regale der Supermärkte. Grund für diesen Verlust von Biodiversität ist die Patentpraxis im Bereich Saatgut: Nur noch selten erhalten zum Nachsäen geeignete Neuzüchtungen eine Zulassung. Zudem dürfen BäuerInnen ihre Züchtungen nicht verkaufen oder tauschen, womit die Konzerne das Monopol haben. Die Folgen: Der Genpool des Saatguts wird immer kleiner. Der Film «Die Saatgut-Retter» von Anja Glücklich stellt die Folgen dar, die dies für die Umwelt hat, und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf.

Bern Käfigturm, Marktgasse 67, Do, 29. Januar 2015, 
19 Uhr. Anschliessend Diskussion und Apéro.

Surprise

Wer schaut hin, und wer sieht weg? Woran erkennt man LeserInnen des Strassenmagazins «Surprise»? Wie ist es, in der Öffentlichkeit zu stehen, einmal mehr oder oftmals weniger beachtet zu werden? Im Rahmen der internationalen Woche der Strassenzeitungen sind «Surprise»-LeserInnen eingeladen, die Perspektive zu wechseln, «Surprise»-VerkäuferInnen bei den Geschäftsstellen abzuholen und eine Stunde oder länger zu begleiten und das Magazin selber zu verkaufen. Einsteigen ist (nach Anmeldung per Telefon oder E-Mail) bis 14 Uhr möglich. In den Geschäftsstellen gibt es heisse Getränke.

Basel Verein Surprise, Spalentorweg 20, Mo, 
2. Februar 2015, und Fr, 6. Februar 2015. 061 564 90 83/85 oder basel@vereinsurprise.ch

Bern Verein Surprise, Pappelweg 21, Mo, 
2. Februar 2015, und Do, 5. Februar 2015. 031 332 53 93 und 079 389 78 02 oder bern@vereinsurprise.ch.

Zürich Verein Surprise, Engelstrasse 64, Mo, 
2. Februar 2015, und Do, 5. Februar 2015. 044 242 72 11 und 079 636 46 12 oder zuerich@vereinsurprise.ch.

In Basel lädt «Surprise» zudem zu einem Sozialen Stadtrundgang ein. Zwei Führer begleiten Interessierte auf einer Tour. Die Stationen: Offene Kirche Elisabethen, Tischlein deck dich, Tageshaus für Obdachlose, Jobshop, Bahnhof SBB und Wärmestube Soup & Chill.

Basel Treffpunkt Eingang Elisabethenkirche, 
Do, 5. Februar 2015, 14–16 Uhr.

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