Nr. 19/2015 vom 07.05.2015

Arbeit

Der Dokumentarfilm «Work Hard. Play Hard» von Carmen Losmann begleitet eine HightecharbeiterInnenschaft, die hochmobil ihre Arbeit zum Leben macht, und unternimmt eine Reise durch die Wissens- und Dienstleistungsarbeiten, die als Arbeitswelten von morgen gelten.

Basel Internetcafé Planet 13, Klybeckstrasse 60, Mo, 11. Mai 2015, 19 Uhr.

Menschenrechte

Peace Brigades International (PBI) organisiert ein Einführungswochenende für Personen, die an einem Auslandseinsatz als MenschenrechtsbeobachterInnen interessiert sind.

Fribourg Jugendherberge, Sa/So, 30./31. Mai 2015. Kosten: 350 Franken, Mitglieder 200 Franken. Gesprochen wird Französisch (vorwiegend) 
mit Flüsterübersetzung ins Deutsche. Anmeldung 
bis 10. Mai 2015: katia.aeby@peacebrigades.ch, 
031 372 44 44, www.peacebrigades.ch.

Schweiz und Islam

In Deutschland, Frankreich und in der Schweiz fürchtet man sich vor dem Bau von Minaretten, und Europa blockiert den Beitritt der Türkei in die EU. In einem kurzen Vortrag zeichnet Wolfgang Benz (Zentrum für Antisemitismusforschung, TU Berlin) die Konjunkturen von Antisemitismus und Islamfeindlichkeit nach. Im anschliessenden Gespräch beleuchten Wolfgang Benz und der Historiker Georg Kreis die Situation.

Zürich Rote Fabrik, Seestrasse 395, 
So, 10. Mai 2015, 14 Uhr.

Die in den Medien überwiegende Darstellung des Islam in Zusammenhang mit Gewalt und Frauenunterdrückung ist mitverantwortlich für Tendenzen zur Islamfeindlichkeit. In einem Vortrag von Vinzenz Wyss (Nationalfondsprojekt «Die Darstellung von Religionen in Schweizer Massenmedien») und in einem Gespräch mit ihm soll anhand von Beispielen die Haltung der Schweizer Medien nachgezeichnet werden.

Zürich Rote Fabrik, Seestrasse 395, 
So, 10. Mai 2015, 17 Uhr.

Islamic Banking wird als mögliche Alternative und Brücke zwischen zwei Welten diskutiert. Zahlreiche Banken bieten vermehrt schariakonforme Produkte an. Darüber sprechen Christian Arnsperger (Professor für Nachhaltiges Wirtschaften, Berater Alternative Bank Schweiz), Ali Gümüsay (Dozent Magdalen College, University of Oxford) und Fares Mourad (Finanzberater Peak Values, Zürich); Moderation: Andreas Zumach (Uno-Experte, WOZ-Korrespondent).

Zürich Rote Fabrik, Seestrasse 395, 
Mi, 13. Mai 2015, 20 Uhr.

Freisinnige

Die Zeit der freisinnigen Hegemonie ist vorbei. Wie konnte das geschehen? Die Journalisten Philipp Loser und Alan Cassidy gehen dieser Frage in ihrem Buch «Der Fall FDP. Eine Partei verliert ihr Land» nach. An der Vernissage wird es ein Podiumsgespräch geben mit FDP-Präsident Philipp Müller, SP-Ständerätin Anita Fetz, dem Politikwissenschaftler Michael Hermann und Markus Somm, Chefredaktor der «Basler Zeitung».

Zürich Kaufleuten, Pelikanstrasse 18, 
Do, 7. Mai 2015, 19 Uhr.

Häusliche Gewalt

Die FilmliebhaberInnen Zug zeigen den Film «Refugiado» von Diego Lerman über häusliche Gewalt. Anschliessend diskutieren eine Vertreterin der «Herberge für Frauen» und ein Vertreter von «Männer Beratung Gewalt».

Zug Kino Gotthard, Gotthardstrasse 18, 
Mo, 11. Mai 2015, 20 Uhr.

Krieg / Frauen

Am 8. Mai 1945 unterzeichneten die Nazis im französischen Reims die Kapitulation, und an diesem Tag wurde im algerischen Sétif die Beendigung der Kolonialherrschaft gefordert. In der Folge kam es zu Massakern an AraberInnen (vgl. «Der andere 8. Mai»). Am 26. Juni 1945 verabschiedete die Uno eine Charta, deren wichtigste Errungenschaft das Kriegsverbot war. Die nationale Lebenslüge, dass die Schweiz ihre Rettung während des Zweiten Weltkriegs ihrer Armee verdanke, stärkte den mentalen Militarismus. Dieser verunmöglichte es, dass – anders als in allen anderen europäischen Demokratien – das Frauenstimmrecht eingeführt wurde. Der Uno-Experte und WOZ-Mitarbeiter Andreas Zumach referiert darüber, warum sich das Kriegsverbot nicht durchsetzen konnte, und die Geschlechterforscherin Leena Schmitter erklärt, warum das schweizerische Männervolk erst unter Druck der Europäischen Menschenrechtskonvention den Frauen das Stimmrecht gewährte.

Zürich Zentrum Karl der Grosse, Kirchgasse 14, 
Fr, 8. Mai 2015, 19 Uhr.

Baden

Wie lassen sich private Arealüberbauungen für die Stadtentwicklung nutzen? Welche Spielräume für urbane und gemeinnützige Anliegen gibt es? Dies ist Thema am dritten Städtebau-Stammtisch. Einleitend stellt Xaver Inglin (Vorstand Verein Papierisch) die bisherige Entwicklung des Papieri-Areals in Cham vor. Anschliessend diskutiert Rahel Marti von der Zeitschrift «Hochparterre» mit Markus Schneider (Vizeammann, Ressort Planung und Bau), Barbara Buser (Architektin und Arealentwicklerin), Andreas Schneider (Institut für Raumentwicklung, Hochschule Rapperswil) und Philip Doka (Wetter Immobilien Baden).

Baden Kulturbühne Royal, Bahnhofstrasse 39, 
Mi, 13. Mai 2015, 19.30 Uhr.

Palästina

Sumaya Farhat-Naser, Menschenrechts- und Friedensaktivistin, liest aus ihrem Buch «Im Schatten des Feigenbaums». Darin beschreibt sie den israelischen Landraub und die Konsequenzen für die palästinensische Bevölkerung im Westjordanland.

Mariastein Benediktinerkloster, Di, 12. Mai 2015, 18.30 Uhr.

Solothurn Alte Spitalkirche zum Heiligen Geist, Berntorstrasse 4, Fr, 15. Mai 2015, 18 Uhr.

Vor den israelischen Wahlen im März haben sich erstmals vier Parteien in einer Liste zusammengeschlossen, um die Stimmen der arabischen BürgerInnen zu sammeln, die über ein Fünftel der israelischen Bevölkerung ausmachen. Eine der Parteien ist Balad, die mit ihrem Präsidenten Jamal Zahalka treibende Kraft dieses Zusammenschlusses ist. Balad setzt sich ein für einen Staat, der keiner ethnischen oder konfessionellen Gruppe Vorrechte einräumt. Die Gesellschaft Schweiz–Palästina hat Jamal Zahalka eingeladen.

Zürich Aki, Hirschengraben 86, Sa, 9. Mai 2015, 15.30 Uhr. Englisch mit Flüsterübersetzung.

Südafrika

Am 16. August 2012 erschoss die südafrikanische Polizei 34 streikende Minenarbeiter. Der Dokumentarfilm «Miners Shot Down» von Rehad Desai zeigt die Hintergründe dieses Blutbads. Nach der Vorführung des Films (in Englisch, Xhosa und Zulu mit englischen, französischen und portugiesischen Untertiteln) gibt es eine Diskussion mit der Südafrikakennerin Barbara Müller.

Luzern RomeroHaus, Kreuzbuchstrasse 44, 
Fr, 8. Mai 2015, 19 Uhr.

Südsudan

Die Familie des Südsudanesen Bokassa Moses wurde im Krieg und auf der Flucht auseinandergerissen, der Sohn zwangsrekrutiert. Moses wechselte mehrfach das Versteck, nach mehr als zwanzig Jahren kam er schliesslich an seinen Geburtsort zurück. Jetzt wird er zusammen mit Ehefrau Gunda Stegen an einem Politischen Abendgottesdienst teilnehmen.

Zürich Aki, Hirschengraben 86, 
Fr, 8. Mai 2015, 18.30 Uhr.

Wachstum

Marie-Monique Robin hinterfragt in ihrer Dokumentation «Wachstum. Was nun?» den Wachstumsdruck und zeigt auf, zu welchen Problemen er führt. Der Film wird von Occupy Basel gezeigt.

Basel LoLa Quartierzentrum St. Johann, 
So, 10. Mai 2015, 18.30 Uhr.

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