Nr. 22/2015 vom 28.05.2015

Asylpolitik

Das kollektive Gedächtnis ist Teil unserer Identität. Aber wer bestimmt, was erinnert wird? Die «Arbeitsgruppe Flüchtlingsgedächtnis der Shedhalle Vermittlung (Un-)learning Community» lädt ein zum Podium «Kunst, Politik und Gedächtnis». Laura Huonker, Theaterschaffende und Zürcher AL-Kantonsrätin, und Josef Lang, Historiker und Vizepräsident Grüne Schweiz, diskutieren, welche Rolle insbesondere Politik und Kunst bei der Konstruktion des kollektiven Gedächtnisses spielen, und gehen der Frage nach, wie die gesellschaftliche Verarbeitung der Folgen gegenwärtiger und vergangener Asylpolitik und -praxis in der Schweiz bisher aussieht.

Zürich Shedhalle, Seestrasse 395, 
Do, 28. Mai 2015, 19 Uhr.

Das Bleiberecht Bern setzt sich gegen Rassismus und Diskriminierung ein und ruft auf zum Widerstand gegen die Errichtung von Asyllagern und gegen Ausschaffungen. Zur Unterstützung wird eine Soliparty gefeiert. Es spielen Pink Spider und Always Ultra Violet. Danach legen DJ Angela Alaska aka Xylophee und DJ Audiophil auf.

Bern Frauenraum der Reitschule, 
Neubrückstrasse 8, Sa, 30. Mai 2015, ab 21.30 Uhr. 
Offen für alle Geschlechter.

Gärtnern

Das Grünforum Zürich lädt ein zur Veranstaltung «Vom Schrebergarten zum Urban Gardening». Zu Beginn werden Ausschnitte aus dem Film «God Save the Green» und dem TV-Film «Urban Farming – Gemüse aus der Stadt» gezeigt. Danach halten Christa Müller (Soziologin, Autorin von «Urban Gardening. Über die Rückkehr der Gärten in die Stadt») und Isidor Wallimann (Präsident Urban Agriculture Netz Basel) Impulsreferate, auf die ein Gespräch mit den Referenten Andreas Schriber (Stiftung Biovision) und Markus Wittmer (Grün Stadt Zürich) folgt.

Zürich Stadtgärtnerei – Zentrum für Pflanzen und Bildung, Sackzelg 27, Do, 4. Juni 2015, 18 Uhr.

Geld

«Leeres Versprechen oder volle Kontrolle?»: Im Rahmenprogramm der Ausstellung «Geld. Jenseits von Gut und Böse» diskutieren der Wirtschaftsjournalist Philipp Löpfe und der Ökonom Jürg Baumberger über die Vollgeldinitiative.

Lenzburg Stapferhaus, Ringstrasse West 19, 
Do, 4. Juni 2015, 20 Uhr. Ausstellung geöffnet Di–So, 10–17 Uhr, Do, 10–20 Uhr, bis 29. November 2015.

Migration

Nachdem Anfang Oktober 2013 vor Lampedusa Hunderte Flüchtlinge ertrunken waren, reiste der Tessiner Filmemacher Stefano Ferrari mit einem LKW voll gespendeter Kleider von Bellinzona zu Europas grösstem Flüchtlingslager in Sizilien. Sein Film «Lo stesso mare» dokumentiert diese Reise und Gespräche mit Betroffenen, Einheimischen und HelferInnen. Nach der Vorführung gibt es eine Diskussion mit dem Regisseur und Patricia Löw von Médecins Sans Frontières.

Zürich Kino Xenix, Kanzleistrasse 52, 
So, 31. Mai 2015, 12 Uhr.

Nepal

Seit 25 Jahren findet im Rahmen eines Projekts des K5, des Basler Kurszentrums für Menschen aus fünf Kontinenten, die sogenannte Olla común statt, ein Mittagessen für ein soziales Projekt. Menschen aus verschiedenen Ländern kochen ein Gericht aus ihrer Heimat. Beim nächsten Mal steht Nepalesisches auf der Karte, die Kollekte kommt den Erdbebenopfern in Nepal zugute.

Basel Soup & Chill, Solothurnerstrasse 8,
 Sa, 30. Mai 2015, 12–14.30 Uhr.

Ölpest

März 1989: In Alaska beginnt die grösste Ölkatastrophe in der Geschichte der USA. Der Tanker Exxon Valdez läuft auf Grund und verseucht mit vierzig Millionen Liter Rohöl den Prince-William-Sund. Der Verursacher Exxon startet eine Säuberung, die von einer massiven PR-Kampagne begleitet wird. Mittels zwei Milliarden US-Dollar poliert die Firma ihr Image und einige Strände. Doch das ökologische Gleichgewicht der Gegend bleibt auf Jahre gestört. Der Dokumentarfilm «Das Alaska-Syndrom» zeigt die GewinnerInnen und die VerliererInnen der Katastrophe.

Basel Internetcafé Planet 13, Klybeckstrasse 60, 
Fr, 29. Mai 2015, 20 Uhr.

Palästina/Israel

Neve Shalom (hebräisch) oder Wahat al Salam (arabisch), zu Deutsch Oase des Friedens, ist ein Friedensdorf zwischen Tel-Aviv und Jerusalem, das von jüdischen und arabischen Israelis bewohnt wird. Die in Zürich aufgewachsene Evi Guggenheim Shbeta wie auch ihr palästinensischer Ehemann Eyas Shbeta gehören zur Gründergeneration des Friedensdorfs. Sie werden das Modell friedlichen Zusammenlebens vorstellen.

Zürich Café Palestine, Gemeinschaftszentrum Aussersihl, Hohlstrasse 67, So, 31. Mai 2015, 18 Uhr (palästinensisches Essen ab 17 Uhr). Vortrag deutsch, Diskussion deutsch/englisch.

Saatgut

Im Podiumsgespräch «Damit die Saat für alle aufgeht» wird das Thema Saatgut beleuchtet. Der Ethiker Thomas Gröbly spricht über Ernährungssouveränität. Udo Schilling von Longo Maï berichtet über den Widerstand gegen die Saatgutmonopolisierung, und Marianne Spiller, Gründerin des Sozial- und Umweltprojekts Abai im brasilianischen Mandirituba, erzählt, wie die Kinder bei Abai lernen, sich für die Erhaltung der alten lokalen Saatgutsorten einzusetzen.

Hochdorf Kunstraum Hermann – Plattform 
für Kunst und Kultur, Lavendelweg 8, Mi, 3. Juni 2015, 
19 Uhr.

Bern Kirchgemeindehaus Paulus, Freiestrasse 20, Do, 4. Juni 2015, 19.30 Uhr.

Dietikon Biohof Fondli, Spreitenbacherstrasse 35, Fr, 5. Juni 2015, 20 Uhr.

Zürich Haus am Lindentor, Hirschengraben 7, 
Mi, 10. Juni 2015, 19.30 Uhr.

Sexismus

Das Kulturzentrum Thun Akut lädt ein zu einem Vortrag mit Diskussion über Sexismus und Geschlechterrollen. Es soll eine Entdeckungsreise durch die Geschichte werden, in der die Themenfelder Politik, Wirtschaft, Religion und Medien gestreift werden, um sich der Antwort auf die Ausgangsfrage, was Sexismus ist, zu nähern.

Thun AKuT, Seestrasse 20, Do, 28. Mai 2015, 19.30 Uhr.

Sexuelle Ausbeutung

Gabriella Baumann-von Arx (Verlag Wörterseh), Rechtsanwältin Bibiane Egg, Staatsanwalt Adrian Kaegi, Reto Kohler (Reporter und Produzent von «10 vor 10»), Barbara Schmid-Federer (CVP-Nationalrätin) und Regula Schwager (Beratungsstelle Castagna) nehmen teil an einem Podiumsgespräch über sexuelle Ausbeutung von Kindern.

Zürich Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, 
Do, 4. Juni 2015, 20 Uhr.

Uno

So wichtig die Uno bei der humanitären Nothilfe auch ist: Müsste sie nicht entschieden und vor allem präventiv für die Menschenrechte eintreten? Wo ist sie, wenn schwere Menschenrechtsverletzungen begangen werden? Der Uno-Experte und WOZ-Korrespondent Andreas Zumach stellt sein Buch «Globales Chaos – machtlose UNO. Ist die Weltorganisation überflüssig geworden?» vor (siehe auch den Vorabdruck in WOZ Nr. 11/2015).

Bern Alliance Sud InfoDoc, Monbijoustrasse 29, 
Mo, 1. Juni 2015, 19 Uhr. Anmeldung unter 
031 390 93 37.

Verkehr

Mehr Menschen legen immer längere Wege zurück, ohne mobiler zu werden, während der Verkehr wächst. Der Verein Umverkehr setzt sich für eine Verkehrspolitik ein, die eine deutliche Reduktion des Verkehrs, speziell des motorisierten Individualverkehrs, anstrebt. Im nächsten Café Décroissance präsentiert der Verein seine Vision.

Bern Käfigturm, Marktgasse 67, Mi, 3. Juni 2015, 19 Uhr.

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