Nr. 46/2016 vom 17.11.2016

Von Silvia SüessMail an Autor:in

Der Dürrenmatt-Professor

Seit diesem Herbstsemester lehrt der Autor Wilfried N’Sondé an der Uni Bern. Er hat die «Friedrich Dürrenmatt Gastprofessur für Weltliteratur» angetreten, einen Lehrstuhl, der jedes Semester neu besetzt wird. N’Sondé kam in der Republik Kongo zur Welt und lebt heute, nach einigen Jahren in Berlin, in Paris. 2007 schaffte er mit seinem Roman «Le Cœur des Enfants Léopards» den Durchbruch, seither hat er drei weitere Romane sowie einen Gedichtband veröffentlicht. Während seiner Zeit als Gastprofessor in Bern unterrichtet der Autor nicht nur an der Uni, sondern gibt auch öffentliche Lesungen. Diese begleitet er gemeinsam mit seinem Bruder Serge N’Sondé musikalisch.

Lesung und Musik mit Wilfried N’Sondé und Serge N’Sondé in: Bern Ono, Mo, 21. November 2016, 19 Uhr. www.onobern.ch

Tanzen statt randalieren

«Welche Bewegungen entstehen, wenn Menschen mit Systemen nicht einverstanden sind, sie aber keine Steine werfen wollen?» Dies ist eine der Ausgangsfragen des Tanzprojekts der Luzerner Performerin und Autorin Beatrice Fleischlin und der Berliner Performerin, Choreografin und Tänzerin Anja Meser. In ihrem Stück «I Just Wanna Fucking Dance. Oder: Begeisterung und Protest» untersuchen sie tänzerisch, wer wie protestiert. In ihrer Bewegungsstudie kombinieren sie eigene Tanzeinlagen mit Videoprojektionen sowie Audiomaterial von Persönlichkeiten aus der ganzen Welt. So zeigt zum Beispiel eine Aufnahme die stille Aktion des türkischen Tänzers Erdem Gündüz, der 2013 auf dem Taksimplatz stundenlang still stand und ein Porträt von Atatürk anstarrte.

«I Just Wanna Fucking Dance. Oder: Begeisterung und Protest» in: Zürich Gessnerallee, Fr/Sa, 18./19. November 2016, jeweils 20 Uhr. www.gessnerallee.ch

Expressiv und durchgeknallt

Sie gilt als die Kultband aus Island: ADHD. Die vier Jungs aus Reykjavik spielten 2008 zum ersten Mal zusammen, weil der Saxofonist an ein Jazz- und Bluesfestival eingeladen worden war und noch ein paar Musiker dazu brauchte. Seither stehen sie zusammen auf den Bühnen Europas und verzücken mit ihrem Sound, der eine abgefahrene Mischung aus Indierock und Jazz ist, ihr Publikum. Laut einer Konzertveranstalterin «fegen sie expressiv und durchgeknallt durch die Songs und freuen sich mit dem Publikum ein Loch in den Bauch».

ADHD in: Baden Stanzerei, Do, 17. November 2016, 20.15 Uhr. www.kulak.ch

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