Nr. 22/2017 vom 01.06.2017

Palästina, nicht Israel

Zum Titelfoto der WOZ Nr. 21/2017

Es sei ein «aufgegebener Wasserpark in Kalia, Israel», der als fotografischer Blickfang die halbe WOZ-Titelseite füllt. Eine Kurzrecherche hätte es sofort an den Tag gebracht: In Israel? Das Foto zeigt eine inzwischen verfallene Attraktion einer israelischen Kolonialsiedlung in der besetzten Westbank. Dies ist sehr belangvoll, denn jede Siedlung der BesatzerInnen, die den palästinensischen Behörden kein Entgelt zahlt, praktiziert letztlich einen Raub. Wie NGOs wie Amnesty International berichten, werden von der bald fünfzig Jahre herrschenden Kolonialmacht Israel immer wieder palästinensische Brunnen und Wasserleitungen zerstört und die Zugänge – nicht zuletzt durch die Apartheidmauer – zu den traditionellen Quellen erschwert bis verunmöglicht.

Auch die WOZ ist deshalb dazu angehalten, dem Fakt der israelischen Besatzung der palästinensischen Gebiete stets in all ihren Facetten Rechnung zu tragen. Fotos sind nur nach sorgfältiger Recherche zu publizieren, insbesondere weil verstärkt in der Schweiz bis in linke Kreise hinein die Haltung propagiert wird, dass die israelische Herrschaft über die PalästinenserInnen als gerechtfertigte Normalität zu akzeptieren sei.

Guy Bollag, Zürich

Auf den Punkt gebracht

«Fussball und andere Randsportarten: Langeweile mit ADHS», WOZ Nr. 21/2017

Etrit Hasler bringts auf den Punkt. Viele Fussballspiele (besonders der oberen Spielklassen) sind langweilig geworden. Mit Recht fordert er neue Regeln.

Gieri Battaglia, Rorschach

Ein Bravo und Danke

«Auf allen Kanälen: Die NZZ im Drachenkampf», WOZ Nr. 21/2017

Vielen Dank für den Artikel. Auf wenigen Zeilen eine so scharfe wie begründete Analyse zu leisten, ohne dabei inhaltslos auf den TäterInnen rumzuhacken, sondern auch noch die Richtung Illiberalität verschobenen Diskurspositionen aufzuzeigen, ist ein Bravo und Danke wert.

Tobias Kuhnert, Winterthur

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