Nr. 33/2017 vom 17.08.2017

Bieler Stadtentwicklung

Agglolac – so nennt sich die Vision eines neuen, urbanen Quartiers direkt am Bielersee, über die frühestens Ende 2018 abgestimmt wird. Und dennoch sind die Fragen jetzt schon aktuell: Ist dieses Projekt eine Chance für die Stadtentwicklung von Biel und Nidau? Oder werden hier Freiräume an einen privaten Investor verscherbelt, gefolgt von Gentrifizierung und Verdrängung? Zu diesen Fragen organisiert die Juso Bielingue eine Podiumsdiskussion mit dem Titel «Agglolac: Wem gehört die Stadt?». Es diskutieren die BefürworterInnen Brigitte Deschwanden Inhelder (SP-Stadträtin Nidau, Begleitkommission Agglolac) und Erich Fehr (Stadtpräsident Biel, SP) mit den GegnerInnen Jacqueline Badran (SP-Nationalrätin Zürich) und Tobias Egger (SP-Stadtrat Nidau, Vorstand «Stop Agglolac»). Moderation: Architekt Claude Marbach.

Nidau Kultur Kreuz, Hauptstrasse 33, Fr, 18. August 2017, 19.30 Uhr.

Asyl

Die Secondas Zürich laden zur Podiumsdiskussion über die Stadtzürcher Vorlage zur Abstimmung am 24. September ein. Nach einem Inputreferat von Pascal Schwarz (stellvertretender Chef Stabsbereich Bundesasylzentren, Staatssekretariat für Migration) werden – unter der Moderation von SP-Nationalrätin Min Li Marti – Raphael Golta (Stadtrat SP), Shaibal Roy (Gemeinderat GLP und Vorstandsmitglied Secondas Zürich), Elisabeth Schoch (Gemeinderätin FDP) sowie Stefan Urech (Gemeinderat SVP) über den geplanten Bau des Bundesasylzentrums auf dem Duttweiler-Areal debattieren. Dieses Zentrum war im Gemeinderat aus gegenteiligen Gründen sowohl von der SVP als auch der AL unter Beschuss geraten; für Erstere gehört das Zentrum nicht ins Wohnquartier, für Letztere ist es zu wenig human ausgerichtet.

Zürich Kulturpark, Pfingstweidstrasse 16, Do, 24. August 2017, 19.15 Uhr.

Spitäler als Unternehmen

Seit mehr als dreissig Jahren wird das Gesundheitswesen mehr und mehr unter ökonomischen Gesichtspunkten «reformiert». Unter dem Vorwand der Kostenexplosion findet ein radikaler Wandel der Finanzierungslogik des Schweizer Gesundheitswesens statt: Leistungen werden unter Kosten-Nutzen-Abwägungen betrachtet, und Spitäler sollen wie Unternehmen funktionieren. Diese Ökonomisierung des Gesundheitswesens führt beim Pflegepersonal oft zu moralischem Stress. Wie geht es mit dieser Situation um? Wie wirkt sich die Ökonomisierung auf die PatientInnen aus? Welche Formen von Widerstand und Protest gibt es? Vortrag und Diskussion mit Elisabeth Schenk und Peter Streckeisen, SoziologInnen, Uni Basel.

Basel Internetcafé Planet 13, Klybeckstrasse 60, Mo, 21. August 2017, 19 Uhr.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Überweisung

PC-Konto 87-39737-0
BIC POFICHBEXXX
IBAN CH04 0900 0000 8703 9737 0
Verwendungszweck Spende woz.ch