Nr. 49/2017 vom 07.12.2017

Kohle? Gespendet!

Vor etwas mehr als einem Jahr begleitete Inlandredaktorin Noëmi Landolt während zweier Wochen die Crew des zivilen Rettungsschiffs Sea-Watch 2 bei deren Einsatz auf dem Mittelmeer. Aus Landolts damaligem Onlinelogbuch ist im Mai 2017 der Reportageband «Mission Mittelmeer» entstanden. Von den tausend gedruckten Exemplaren sind mittlerweile nur noch wenige übrig – die können unter www.woz.ch/missionmittelmeer bestellt werden. Die bisherigen Einnahmen von 3000 Franken wurden nun auf Wunsch von Noëmi Landolt je zur Hälfte an Sea-Watch e. V. und das Alarmphone Schweiz, das eine Notrufnummer für Flüchtlinge in Seenot betreibt, gespendet.

Tequila? Milchschnitte!

Auf der letzten Seite hüpft ab dieser Ausgabe die Figur Luca durchs Bild und stellt sich dabei gleich selbst ein wenig vor. Gezeichnet wird sie von Lena Scheiwiller. Die Studentin für Psychologie und Populärkultur hat einen Bachelor in Illustration Fiction an der Hochschule Luzern absolviert und setzte sich in ihrem Abschlusscomic «Wir schlagen Löcher in den Asphalt» mit der Überforderung und dem Überangebot in der konsumistischen Gegenwart auseinander. Sie zeichnete für das Kulturmagazin «Coucou» mehrere Comicstrips und veröffentlichte als Antwort auf die Debatte rund ums besetzte Zürcher Koch-Areal eine fünfzehnseitige Bildergeschichte. Nun sind wir gespannt wie ein Flitzbogen, was Luca alles erleben wird.

Knittelvers? Trochäen!

Gelegentlich hebt die WOZ ungeahnte Fähigkeiten ihrer MitarbeiterInnen ans Licht. Da hat doch die Werbeabteilung auf Weihnachten hin für den WOZ-Shop «Wollen Sie vernünftig schenken, bitte an den WOZ-Shop denken» gereimt und bescheiden angemerkt, in «diesem albernen Knittelvers» hätten die diesjährigen Bestrebungen zur werbewirksamen Anpreisung gegipfelt. Worauf, per E-Mail, ein Professor und Lyriker von der Uni Basel entschiedenen Widerspruch angemeldet hat: «Ein bisschen albern vielleicht, aber kein Knittelvers. Saubere vierhebige Trochäen.» Nachdem die Redaktion ihrerseits ihr verskundliches Wissen aufgefrischt hat, erwägt sie jetzt, den Posten einer Poetess in Residence einzurichten.

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