Nr. 29/2018 vom 19.07.2018

Pause, WOZ!

In den nächsten zwei Wochen gibt es keine WOZ – wertvolle Zeit für Sie und uns, um den auf Seite 1 («Eine sommerliche Ermutigung») formulierten Empfehlungen nachzugehen. Die nächste Ausgabe erscheint am 9. August. Dann erwarten Sie neue Kolumnen und neue MitarbeiterInnen. Zunächst müssen wir aber ein paar halbe Abgänge vermelden.

Danke, Dani!

Reporter Daniel Ryser verlässt nach vier Jahren die WOZ. Insgesamt sind es ja eigentlich zehn Jahre, zählt man die sechs Jahre dazu, die er vor seinem vorübergehenden Einsatz beim «Magazin» für die WOZ auf vielen Pisten und verschlungenen Wegen war.

Die «Republik» hat gerufen – und Ryser hat sich für einen Wechsel von der Hardturm- an die Langstrasse entschieden. Mit seinen ebenso spürsinnigen wie präzisen Reportagen hat er es immer wieder geschafft, die WOZ in eine breitere Öffentlichkeit zu tragen. So etwa mit seiner grossen Reportage «Die Dschihadisten von Bümpliz» über Qaasim Illi vom Islamischen Zentralrat, mit der er 2016 zum «Schweizer Journalisten des Jahres» gewählt wurde. Oder – zusammen mit Olivier Würgler – mit dem «Zürcher Kokain-Report», der im Februar in einer fünfzigseitigen Beilage erschien. Für seine gegen 300 Artikel, die Ryser für die WOZ geschrieben hat, scheute er sich nicht, immer wieder auch in untergründige Szenen abzutauchen, zwielichtige Welten aufzusuchen und politische Schwergewichte in Interviews herauszufordern.

Wir wünschen Dani viel Glück bei der «Republik» wie auch bei seinen Buchprojekten – und freuen uns darauf, wenn er dann und wann als freier Autor den einen oder anderen Artikel für uns schreibt.

Auf bald, Etrit!

Acht Jahre lang war die Sportkolumne «Fussball und andere Randsportarten» fester Bestandteil der WOZ. An prominenter Stelle – auf der letzten Seite des ersten Bundes – bespielten bis 2016 abwechslungsweise der Slampoet und Politiker Etrit Hasler (Fokus Sumo, Tauchen, American Football) und der Mundartautor Pedro Lenz (Fokus Fussball) die Kolumne, ehe Hasler die letzten beiden Jahre im Alleingang bestritt. Nun folgt der Schlusspfiff: In dieser Ausgabe erscheint die Sportkolumne zum letzten Mal (vgl. «All good things … (Teil 2)»). Etrit Hasler, der es immer wieder blendend verstand, grosse Fragen anhand von skurrilen Anekdoten zu klären, bleibt uns als Korrespondent für allerlei Nerdthemen zum Glück erhalten. Und auch der Sport soll nicht ganz aus der WOZ verschwinden. Versprochen!

Venceremos, Hansi!

Er kam, schrieb und wurde gleich verklagt: Schon wegen seiner zweiten Kolumne zog Tamedia Hansi Voigt und die WOZ vor Gericht. Doch Hansi machte weiter und berichtete informiert und unterhaltsam über die Zukunft der Medien. War sein Einsatz nur bis nach der erfolgreichen Abstimmung über «No Billag» geplant, so hängte er noch einige Monate an. Nun ist fürs Erste Schluss. Die neue Medienkolumne wird nach den Sommerferien die alte sein. «Auf allen Kanälen» werden sich verschiedene AutorInnen abwechseln. Einer von ihnen wird Hansi Voigt sein, auf den wir als regelmässigen Autor über Medienthemen und den digitalen Wandel weiter zählen können. Vor Gericht müssen wir dann ja auch noch. Wir gewinnen bestimmt: David gegen Goliath, Ehrensache!

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Überweisung

PC-Konto 87-39737-0
BIC POFICHBEXXX
IBAN CH04 0900 0000 8703 9737 0
Verwendungszweck Spende woz.ch