Nr. 18/2019 vom 02.05.2019

Von David Hunziker

Tanz global

Rockuduro nennt die angolanisch-portugiesische Gruppe Throes + The Shine ihren Stil: eine Mischung aus Rock und Kuduro, einem besonders energiegeladenen Musikstil und Tanz aus den ehemaligen portugiesischen Kolonien in Afrika. Entsprechend intensiv sind die Shows von Throes + The Shine. Solche Perlen aus der globalen Tanzmusik gibt es am Alors Festival in der Berner Reitschule gleich zahlreiche zu hören und zu spüren. Das ghanaisch-britische Duo Onipa macht aus westafrikanischen Beats, aus Jazz und aus Rap treibende, filigrane und sehr lebensfrohe Songs. Die Band Islandman aus Istanbul mischt Gitarren und Synthesizer aus der psychedelischen Musik der Türkei mit elektronischen Beats für den Dancefloor. Zum Tanzen gibt es darüber hinaus auch Dub, Techno, Afro House oder Acid Bass.

Alors Festival in: Bern Dachstock, Rössli und Kapitel Bollwerk, Fr/Sa, 3./4. Mai 2019, ab 21 Uhr.

Drei rote Rosas

Drei Rosas, alle Jüdinnen und alle aktiv in der sozialistischen ArbeiterInnenbewegung in Zürich: Rosa Luxemburg, Rosa Grimm und Rosa Bloch-Bollag. Alle drei waren für linke Publikationen in der Schweiz tätig und haben die hiesige Linke überhaupt massgeblich geprägt. Grimm und Bloch-Bollag waren ausserdem an der Gründung der Kommunistischen Partei der Schweiz beteiligt. Über ihre Bedeutung diskutieren im Theater Stadelhofen Karin Huser vom Staatsarchiv Zürich, Historikerin Laura Polexe und Brigitte Studer, Geschichtsprofessorin an der Universität Bern.

«Drei Rosas in Zürich» in: Zürich Theater Stadelhofen, Mo, 6. Mai 2019, 19 Uhr. Anmeldung per E-Mail: omanut@omanut.ch oder per Telefon: 044 915 28 63 oder 076 39 36 36.

Darf der das?

Die Ausgangslage: Ein weisser Mann aus Luzern kopiert einen Rapper aus Los Angeles, genauer: das Album «To Pimp a Butterfly» von Kendrick Lamar, das über die afroamerikanische Community und ihren Kampf gegen den Rassismus erzählt. Was geht dieser Kampf den weissen Mann an? Und darf er sich ein solches Werk performativ aneignen? Der weisse Mann, der im Theaterstück «This Dick Ain’t Free» diesen identitätspolitischen Hochseilakt vollzieht, ist Christoph Fellmann, freier Autor und Theatermacher und ehemaliger Popredaktor des «Tages-Anzeigers». Begleitet wird er vom Musiker und Künstler Martin Baumgartner.

Auawirleben, Theaterfestival in: Bern, 8.–19.  Mai 2019, diverse Spielorte. www.auawirleben.ch
«This Dick Ain’t Free»: Fr, 10. Mai 2019, 20 Uhr, und Sa, 11. Mai 2019, 20.30 Uhr, Schlachthaus Theater.

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