Nr. 05/2020 vom 30.01.2020

Von David Hunziker

Bier im Museum

Am Feierabend vor einem Dinosaurierskelett stehen und ein Bier dazu schlürfen – jeweils am Donnerstag ermöglicht das Naturhistorische Museum Bern, wo gerade eine Ausstellung zum Tyrannosaurus läuft, diese ausserordentliche Erfahrung. Sechs Berner Museen sind wieder beteiligt an der Aktion «Museumsbier» – für Leute, die erst nach Büroschluss Zeit fürs Museum haben oder Museen ohne Alkohol zu langweilig finden.

«Museumsbier» in: Bern Alpines Museum, Historisches Museum, Kunstmuseum, Museum für Kommunikation, Robert Walser-Zentrum, Naturhistorisches Museum, bis 12. März 2020, jeweils am Donnerstag von 17 bis 20 Uhr.

Spazieren in Baden

Schon das erste Festivalwochenende hat es in sich: Da sind zum Beispiel Amami aus Genf, eine elektronisch verpeilte Mischung aus Dancehall, Dub und Afrobeat, die düsteren elektronischen Soundwelten der tunesischen Künstlerin Masha Zoetrop, der dick aufgetragene Synthpop von Shari Vari, einem Projekt der Künstlerinnen Sophia Kennedy und Helena Ratka, oder Polydeuces Pollux, der vielleicht aufregendste Clash in der Schweizer Musikszene zwischen den Bands Ester Poly und Aul sowie der Rapperin Big Zis. Doch damit haben die neun Tage des «One of a Million»-Festivals erst begonnen, weitere Höhepunkte sind etwa die malische Sängerin Nahawa Doumbia oder die Trapperin Haiyti.

Das One of a Million, das dieses Jahr zum zehnten Mal in Baden stattfindet, ist eines der wertvollsten Festivals der Schweiz. Zwischen den unzähligen Veranstaltungsorten – dieses Jahr sind es 25 – durch die Kleinstadt zu spazieren, ist ungemein gemütlich. Aber man wird hier eben auch immer wieder mit aktueller und herausfordernder Musik konfrontiert. Das Programm des Festivals ist nicht nur stilistisch und geografisch divers, es genügt auch höchsten Ansprüchen an Aktualität.

«One Of A Million»_Musikfestival in: Baden verschiedene Veranstaltungsorte, Fr, 31. Januar 2020, bis Sa, 8. Februar 2020. Programm unter www.ooam.ch.

Wandern in Grönland

Der Schweizer Arktisforscher Alfred de Quervain gilt als erster Mensch, der Grönland zu Fuss durchquert hat. Auf der Expedition machte de Quervain 1912 auch Messungen für die Schweizerische Meteorologische Anstalt und kartografierte Gletscher. Die aktuelle Ausstellung im Landesmuseum dokumentiert die Expedition von damals und zieht Verbindungen zu heutigen Aktivitäten der Schweiz auf Grönland, etwa zur Erforschung des Klimawandels.

«Grönland 1912» in: Zürich Landesmuseum, 6. Februar bis 19. April 2020.

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