Nr. 37/2020 vom 10.09.2020

Klima und Geschlechter

Vor 25 Jahren fand die 4. Weltfrauenkonferenz in Peking statt. Die daraus resultierende Aktionsplattform formulierte einen Katalog von Massnahmen gegen die Diskriminierung von Frauen. Und vor fünf Jahren hat die Weltgemeinschaft das Klimaabkommen von Paris und die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet und sich damit konkrete Ziele gesetzt. Zum Thema «Klima- und Geschlechtergerechtigkeit zusammen denken» sprechen Nadia Kuhn (Klimaaktivistin), Jürg Staudenmann (Alliance Sud), Pia Hollenstein (Klimaseniorin) und Andrin Fink (Deza).

Bern Rotonda, Saal der Pfarrei Dreifaltigkeit, Sulgeneckstrasse 13, Do, 17. September 2020, 18.30 Uhr.

Opfer und Täter

Der Westschweizer Dokumentarfilmer und Jurist François Kohler ergründet in seinem Film «Je ne te voyais pas» die schwierige Annäherung zwischen Opfern, die ihr Leben wieder aufzubauen versuchen, und Tätern, die bereit sind, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Kohler erforscht, wie es Opfern und Tätern gelingt oder eben nicht gelingt, die Fronten aufzulockern, indem sie sich ein wenig gegenseitig aufeinander einlassen.

Zürich Paulus Akademie, Pfingstweidstrasse 28, Do, 10. September 2020, 16 Uhr.

Zusammenleben

Die Pandemie hat unser Zusammenleben von einem Tag auf den andern gründlich umgekrempelt und der Frage des Zusammenlebens unerwartete Brisanz verliehen. Wie können wir auch in schwierigen Zeiten ein gutes Zusammenleben gestalten und fördern? Über diese und weitere Fragen unterhalten sich die SP-Nationalrätin und Ökonomin Samira Marti und der Philosoph Leander Scholz unter der Leitung des Publizisten Roger Ehret.

Basel GGG Stadtbibliothek Schmiedenhof, im Schmiedenhof 10, So, 13. September 2020, 11 Uhr.

Proteste

Mit dem Spielzeitauftakt «Protest 1980» unter der Regie des Belgiers Michiel Vandevelde treffen drei Generationen an AktivistInnen aufeinander und spannen den Bogen von der Jugendbewegung der achtziger über die nuller Jahre in die Gegenwart. Aus sieben Erzählungen entsteht ein Geflecht aus Erfahrungen, Träumen und Enttäuschungen. Wer sind diese Menschen, die alles liegen lassen und für Veränderung auf die Strasse gehen? Wo ist dieser viel beschworene Ausweg aus dem «stahlharten Gehäuse» des Kapitalismus? Am Donnerstag folgt der Aufführung ein Gespräch mit VertreterInnen von in den Achtzigern entstandenen Zürcher Kulturinstitutionen.

Zürich Theater Neumarkt, Saal, Neumarkt 5, Do–Sa, 10.–12. September 2020, jeweils 20 Uhr.

Kündigungsinitiative

Im Vortrag von Johannes Gruber von der Gewerkschaft VPOD geht es um die sogenannte Begrenzungsinitiative: «In den heutigen Krisenzeiten gilt, dass mit der SVP-Initiative nicht nur ausländische Arbeitnehmende noch stärker prekarisiert würden. Nein, damit würde auch der Lohndruck auf alle Arbeitnehmenden zunehmen», heisst es in der Einladung. «Stattdessen muss es darum gehen, soziale und politische Rechte für alle auszubauen. Dabei stehen auch die Arbeitgeber und die Politik in der Pflicht, gerade den Lohnschutz zu stärken.»

Basel Planet 13, Klybeckstrasse 60, Mo, 14. September 2020, 19 Uhr.

Vergewaltigung

Sex braucht die Zustimmung aller Beteiligten. Trotzdem haben in der Schweiz schon 22 Prozent der Frauen ungewollte sexuelle Handlungen erlebt. Oft wird den Betroffenen vorgeworfen, mitverantwortlich für die Tat zu sein. Das Verhalten der TäterInnen wird entschuldigt. Trotzdem definiert das Strafrecht Vergewaltigung weiterhin über das Kriterium der Nötigung anstelle des Kriteriums der fehlenden Zustimmung. Im Amnesty-Workshop im Rahmen der feministischen Sondersession geht es darum, wie zu einem Kulturwandel in Gesellschaft und Politik beigetragen werden kann: Was können wir ganz persönlich und als Gesellschaft unternehmen, um eine Kultur basierend auf gegenseitigem Verständnis, Respekt und Zustimmung zu schaffen?

Bern Reitschule, Grosse Halle, Sa, 12. September 2020, 16.30 Uhr.

Wohnungssuche

An einer Infoveranstaltung geben Fachpersonen von der Stiftung Domicil und der Caritas Zürich Informationen und Tipps zur Wohnungssuche in Zürich. Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt. Es sind Personen anwesend, die auf Arabisch, Englisch, Kurdisch, Tigrinya und Türkisch übersetzen können. Die Veranstaltung richtet sich an Menschen mit schmalem Budget, die in der Stadt Zürich wohnen.

Zürich Caritas, Beckenhofstrasse 16, Di, 15. September 2020, 19 Uhr.

Stadtentwicklung

Das Badener Stadtlabor lädt zum Stadtspaziergang entlang dreier Freiräume, die vom Heimatschutz mit dem Wakkerpreis 2020 ausgezeichnet wurden. Diese Freiräume stehen jeweils für aufreibende Badener Planungsgeschichten und für ungefragte, aber beherzte Mitwirkende. Aus dieser bewegten Vergangenheit sollen Lehren gezogen werden. Was lief gut? Was ging vergessen? Was bringt frühzeitige Mitwirkung?

Baden Theaterplatz, Sa, 12. September 2020, 14 Uhr.

Vegetarismus

Die Sache scheint klar: Wer sich vegetarisch ernährt, lebt nicht nur gesund und vermeidet Tierleid, sondern leistet auch einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz. Doch auch hier gibt es Fallstricke: Schlägt «lokal» «bio»? Ist Milch mies? Und jedes Steak eine Sauerei? Im Gespräch mit dem Gastronomen und «Vegi-Papst» Rolf Hiltl wird dieser Frage nachgegangen. Vorab bietet Adrian Müller vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau in Frick eine übersichtliche Einführung zu Fragen des Ressourcenverbrauchs für die menschliche Ernährung.

Zürich Paulus Akademie, Pfingstweidstrasse 28, Do, 17. September 2020, 19 Uhr.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Überweisung

PC-Konto 87-39737-0
BIC POFICHBEXXX
IBAN CH04 0900 0000 8703 9737 0
Verwendungszweck Spende woz.ch