Nr. 48/2020 vom 26.11.2020

Awsejuschkin ist frei

Fünfzehn Tage musste der belarusische Reporter und WOZ-Autor Jan Awsejuschkin für die «Teilnahme an einer unbewilligten Demonstration» in einer Gefängniszelle verbringen. Am Montag wurde der 28-Jährige endlich aus der Haft entlassen. Die Behandlung sei «ziemlich hart» gewesen, schreibt er der WOZ. «Im Grossen und Ganzen bin ich aber gesund und munter, soweit das unter den aktuellen Umständen überhaupt möglich ist.» Das Regime von Machthaber Alexander Lukaschenko gehe immer härter gegen seine KritikerInnen vor, Aktivistinnen und Journalisten würden derzeit massenweise verhaftet, erzählt Awsejuschkin. Seit der gefälschten Präsidentschaftswahl im August sind laut der Menschenrechtsorganisation Wjasna rund 30 000 Menschen festgenommen worden.

Lieber Dick Marty

Die Schweiz hat ja bekanntlich die Regierung, die sie auch verdient. Das erklärt, wieso Sie nie Bundesrat geworden sind. Stattdessen hatten Sie Zeit, sich mit den Konzernen anzulegen. Und um uns allen Briefe zu schreiben. Viele schöne Briefe, in denen Sie Menschen in Stadt wie Land mit charmanter Penetranz zu finanzieller, ideeller oder vexillologischer Unterstützung der Konzernverantwortungsinitiative bewegt haben. Jetzt ist es so weit: Am Sonntag wissen wir, ob das alles gereicht hat gegen die unverschämten Lügengeschichten der GegnerInnen. Eine erste Einordnung der Ergebnisse unsererseits lesen Sie auf woz.ch bereits am Sonntag. Und zwar im Abstimmungskommentar, online ab 18 Uhr. Wir drücken die Daumen – und hoffen, dass Sie auch in Zukunft mal wieder einen Anlass finden, uns zu schreiben!

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Überweisung

PC-Konto 87-39737-0
BIC POFICHBEXXX
IBAN CH04 0900 0000 8703 9737 0
Verwendungszweck Spende woz.ch