WOZ News
Unbehauste
«In einer ehemaligen Druckerei in der Basler Innenstadt sind neun charismatische Wohnungen entstanden», freut sich die «SonntagsZeitung». Wir wissen nicht, ob wir so viel Ausstrahlung aushalten würden. Lieber wären uns empathische Wohnungen – die sich auch mal an der Miete beteiligen.
Jürg Fischer
Abgeschnittene
Das «St. Galler Tagblatt» wusste: «Die Bibliotheken selber waren unsicher, was mit ihrer Schliessung gemeint war.» Doppeltes Pech: Weil sie geschlossen waren, konnten sie es nicht nachschlagen.
Jürg Fischer
Geknallte
«Brände wegen Feuerwer», meldete tagesanzeiger.ch und bestätigte den lang gehegten Verdacht: Die Feuerwehr zieht PyromanInnen an. Kommt noch eine Schreibschwäche dazu, ist die Lunte schon gelegt.
Jürg Fischer
Agnostische
Stirnrunzeln verschaffte uns diese Passage aus dem «Tages-Anzeiger»: «Die Riten und Kultursorten begünstigten die Übertragung mit geschlossenen Räumen, körperlicher Nähe und gemeinsamem Singen.» Doch dann merkten wir: Die haben eben ein aufgeklärtes Korrekturprogramm, das von Kultusorten nichts wissen will.
Jürg Fischer
Weggesparte
«Wir haben zurzeit eine rechte Übervertretung. Und ein grüner Bundesrat zusätzlich zu den zwei SP-Sitzen würde zu einer linken Übertretung führen», zitierte der «Bund» eine Interviewpartnerin. Die Furcht besteht offenbar darin, dass sich ein mehrheitlich linker Bundesrat nicht ans Gesetz halten würde.
Jürg Fischer
Diebische
Wie tagesanzeiger.ch meldet, greift nämlich schon zu Beginn des neuen Jahrs eine kriminelle Energie um sich, die selbst vor unseren wichtigsten Naturdenkmälern nicht zurückschreckt: «Historischer Einbruch auf dem Jungfraujoch».
Karin Hoffsten
Gestärkte
«In einem ungewöhnlichen Telefonat hat der 74-Jährige auf eine nachträgliche Änderung des Ergebnisses im Bundesstaat Georgia gedrungen.» So beschrieb «20 Minuten» eine der letzten Amtshandlungen des Noch-US-Präsidenten. Damit bewirkte der Mann wenigstens, dass seine kriminellen Tendenzen auch in manch republikanisches Bewusstsein drängten.
Karin Hoffsten
Verschnarchte
Neben anderen Menschen befragte die «Zürichsee-Zeitung» auch «Äneas Humm, 25, Opernsäger aus Wädenswil», nach seinen Erfahrungen im Coronajahr. Wer ihn je gehört habe, wisse, dass er ein sehr guter Sänger sei, schrieb uns Leser K. Ob er auch ein guter Opernsäger ist, vermögen nur jene zu beurteilen, die sein Nachtlager teilen.
Karin Hoffsten
Bedrohliche
Auf die Frage, was beim Impfen höher gewichtet werden müsse, das Recht auf individuelle Unversehrtheit oder das Interesse an einer «Durchimpfung» der Gesellschaft, antwortete eine Professorin für Staatsrecht auf srf.ch: «Wahrscheinlich kann die Wahrheit nur im Grauen liegen.» O nein, bitte, das hoffen wir nun wirklich nicht!
Karin Hoffsten