Nr. 12/2021 vom 25.03.2021

Von Jürg Fischer und Karin HoffstenMail an Autor:in

Gepikste

Über einen verstorbenen Hausarzt berichtete die «NZZ am Sonntag», dieser habe einen Kollegen gebeten, «er möge doch bei Frau Soundso im Altersheim vorbeigehen und ihr diese oder jene Spitze geben». Das tönt einerseits nach unkomplizierter alter Schule, andererseits nach Spitzenmedizin.
Jürg Fischer

Übertrumpfte

Eine Positivitätsrate von «24’866 Prozent» habe das Bundesamt für Gesundheit für den Dienstag der letzten Woche gemeldet, lasen wir auf «Blick online». Nun sind Zahlen auch nicht in jedem Fall unser Ding, aber wir haben ausgerechnet, dass das über dreimal mehr waren, als einige Tage später in Liestal auf die Strasse gingen.
Jürg Fischer

Vorschnelle

Im Zusammenhang mit der Nachricht «Die zweite Agarinitiative will synthetische Pestizide verbieten» im «St. Galler Tagblatt» machte uns Leser M. darauf aufmerksam, dass die erste Agar-Agarinitiative, die tierische Geliermittel verbieten will, aber noch auf sich warten lässt. Wir danken herzlich!
Karin Hoffsten

Hohle

Wie bluewin.ch meldete, wurde bei der letzten Pressekonferenz des Bundesrats auch eine «Frage zum geplanten Impfass der EU» gestellt. Über Impfässer wurde bisher nur sehr zurückhaltend berichtet, bergen sie doch Gefahren für Kleinkinder und Haustiere. Der Vertreter des BAG hielt aber fest, «die internationale Entwicklung müsse immer im Auge behalten werden».
Karin Hoffsten

Unethische

Manche profitieren auch von den genannten Gefahren, indem sie unglücklichen Eltern käuflichen Ersatz anbieten, wie «die Leiterin eines Kindergeschäfts in München», die sich auf einem Foto im «Tages-Anzeiger» hinter einem Pippi-Langstrumpf-Kostüm versteckt. Offenbar ist ihr doch nicht ganz wohl mit ihrem Broterwerb.
Karin Hoffsten

Schickliche

Schon vor längerer Zeit berichtete die gleiche Zeitung über Unregelmässigkeiten im Universitätsspital Zürich, wo Klinikdirektoren vorgeworfen wurde, «sich unbotmässig bereichert zu haben». Schliesslich gehört es auch in der Spitzenmedizin längst zu den internationalen Standards, sich nur in angemessener Kleidung und unter Einhalten minimalster Regeln der Etikette zu bereichern.
Karin Hoffsten

Empfangende

In der «SonntagsZeitung» liess man es sich nicht nehmen, die breite Kritik am neuen Medienprodukt, das wir gern bei seinem Akronym «NS» nennen, kritisch unter die Lupe zu nehmen: Es hänge doch nur von der persönlichen Wahrnehmung ab, ob man einen Cartoon als rassistisch oder nicht empfinde, doch «selbst Salonpersönlichkeiten» schwämmen jetzt auf der Empörungswelle mit. Wir wurden zwar nicht genannt, aber sobald die Krise vorbei ist, bitten wir gerne wieder in unseren Salon. 
Karin Hoffsten

Traditionsbewahrende

Und noch ein alter Hut mit Bart aus demselben Medienhaus: «Er hat uns Popkultur gelernt», hiess es über dem Nachruf auf eine sympathische Persönlichkeit. Manche lehrens nie. 
Karin Hoffsten

woznews@woz.ch

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