Nr. 24/2021 vom 17.06.2021

Frauen

Vor fünfzig Jahren erhielten die Schweizerinnen das Stimm- und Wahlrecht. Zahlreiche Aktivistinnen kämpften für diese politische Gleichberechtigung. Wie sah der Kampf für die politischen Rechte in Zürich aus? An der Premiere eines neuen Rundgangs werden jene Orte besucht, die für diesen Kampf von Bedeutung waren. Schon 1868 forderten Frauen in einer Petition das aktive und passive Wahlrecht.

Zürich Rathausbrücke (Gemüsebrücke), Sa, 19. Juni 2021, 16.15 Uhr.

Eine Gruppe von Frauen gründete in Paris im Umfeld der frühsozialistischen Bewegung 1832 eine Zeitschrift mit dem Titel «La Femme libre». Diese Frauen gelten in der Forschung als erste organisierte Frauenbewegung – und sie waren Arbeiterinnen. Sie schufen ein feministisches Wir, das die konkreten Lebenssituationen von Frauen zum Ausgangspunkt von Politik macht. Vortrag von Caroline Arni, Geschichtsprofessorin an der Universität Basel.

St. Gallen Historisches und Völkerkundemuseum, Do, 17. Juni 2021, 20 Uhr. (Anmeldung obligatorisch an archiv@frauenarchivostschweiz.ch)

Zum Tag des Flüchtlings

Es gab in der Schweiz den Verein Kontaktstelle für Überlebende des Holocaust. Weshalb wurde dieser Verein erst bekannt, als er sich offiziell auflöste? Was sagt dies über die Schweiz aus? Ist die Vergangenheitsbewältigung hierzulande abgeschlossen, die Aufarbeitung zu Ende? Diese Fragen provoziert Peter Scheiner mit seinem Dokumentarfilm «Ende der Erinnerung?». Nach der Vorführung spricht der Schriftsteller Lukas Bärfuss.

Zürich Kino Kosmos, Lagerstrasse 104, So, 20. Juni 2021, 20 Uhr.

Service public

Gewerkschafter Beat Ringger und Nationalrat und SP-Kopräsident Cédric Wermuth erheben im Buch «Die Service-public-Revolution» die Stimme gegen eine Politik, die sich unfähig zeigt, den Krisen unserer Zeit zu begegnen: Klima, Ungleichheit, Care. Sie stellen dem Nihilismus des Profits die Perspektive einer Care-Gesellschaft entgegen. Ringger und Wermuth stellen sich der Diskussion.

Basel Planet 13, Klybeckstrasse 60, Mo, 21. Juni 2021, 19 Uhr.

Erneuerbare Energie

Der Film «We the Power» fordert die europäischen BürgerInnen auf, sich ein neues Energiesystem vorzustellen: Weg von den grossen, extraktiven Energiemonopolen, die Macht und Geld kontrollieren, während sie die Klimakrise weiter verschärfen. An die Stelle dieses veralteten und umweltschädlichen Modells tritt die dezentrale Stromerzeugung mittels nachhaltiger Technologien durch die BürgerInnen vor Ort. Im Anschluss an den Film stellen sich vier ExpertInnen den Fragen des Publikums: Anselma Wörner, Fredi Wymann, Martin Kohli und Chantal Calame.

Zürich Rote Fabrik, Clubraum, Seestrasse 395, Do, 17. Juni 2021, 19.30 Uhr.

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