Diese Woche

Nr. 28 –

Liebe Leser:innen

Wenn das mal kein Hingucker ist! Der neue Bildband «Soziale Brennpunkte» zeigt Arbeiten der 2018 verstorbenen Fotografin Gertrud Vogler, die ab der Gründung 1981 bis 2003 für die WOZ tätig war. Es ist die erste umfassende Darstellung ihres Werks. Aus diesem erfreulichen Anlass veröffentlichen wir einen Vorabdruck aus dem Buch, nämlich den Beitrag von WOZ-Kulturredaktorin Daniela Janser über Voglers «auffallend unspektakuläre Porträtfotografie».

An einer Art Brennpunkt haben sich auch unsere Reporterin Sarah Schmalz und unser Fotograf Florian Bachmann herumgetrieben: Die beiden begleiteten Verkehrsminister Albert Rösti bei seinem «Sommerspaziergang» in Luzern. Was als Inszenierung für willige Bundeshausjournalist:innen gedacht war, ging ordentlich in die Hose, danke, liebe Klimaaktivist:innen!

Noch mehr Gegenwind erfahren die Mächtigen in Albanien: Dort haben sich Massenproteste an einem Bauprojekt entzündet, bei dem auch der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump mitmischt. Für dieses soll ein ökologisch wertvolles Biotop plattgemacht werden. Inzwischen richten sich die Flamingo-Proteste gegen die politische Kaste Albaniens insgesamt – auch in der Schweiz, wie Adelina Gashi von Tirana und Bern aus nachzeichnet.

Derweil hat sich Sarah Heinzmann vor dem Bahnhof Bern unter Menschen gemischt, die dort ihren Alltag verbringen: «Sie verweilen, unterhalten sich, trinken Bier, rauchen, und manche sind auch laut», schreibt sie. Im Bahnhofeingang wurden sie als Störung empfunden, die SBB lässt diesen mit Musik beschallen. Von Verdrängung will das Unternehmen aber nichts wissen.

Und dann ist da noch der «Fall Marzili»: Dutzende Texte mit mitunter zweifelhaften Schlussfolgerungen sind dazu erschienen, weswegen Xenia Klaus urteilt: Die Schweizer Medien haben hier ähnlich masslos reagiert wie die Leitung des Freibads und die herbeigerufene Polizei. Lesen Sie dazu «Auf allen Kanälen»

Mit unseren besten Grüssen
Ihr WOZ-Kollektiv