40 Texte aus 40 Jahre WOZ

40 Jahre WOZ – ein stolzes Jubiläum. Das sind rund 2000 Ausgaben und unzählige Artikel. Vierzig davon präsentieren wir hier, für jedes Jahr einen. Voller Qualität, spannend und aufklärend sind sie alle. Zugleich sollen sie Themen und Formen der wechselnden Zeiten repräsentieren. Was hat die Gesellschaft bewegt, und wie hat sich die WOZ damit auseinander gesetzt? Manches mag wie aus vergangenen Zeiten her wehen. Viele Fragen beschäftigen uns noch heute. Ja, die WOZ war oft der Zeit voraus.

16.02.1990

700 Jahre sind genug: Aufruf zum Schweigen

1991, nach all dem, der Einbezug der Kulturschaffenden in die Ge­samtveranstaltung: Seit mehr als 15 Jahren sind immer wieder pro­testierende Bewegte hingestanden als Andere Schweiz und haben argumentiert für das menschen-gemässere Leben.

03.03.1989

Multinationale Konzerne und Dritte Welt: Rückzug aus den Hinterhöfen?

In den siebziger Jahren prägten Fachleute den Begriff der «neuen internationalen Arbeitsteilung». Es schien damals, als ob die multinationalen Konzerne ihre Produktionsstätten immer mehr in Drittwelt-Länder mit billigen Arbeitskräften und wachsenden Märkten verlegen würden. Hat sich diese Erwartung erfüllt? Sind die Länder der Dritten Welt wirklich Hinterhöfe der Schweizer Wirtschaft?

11.09.1987

Hausmitteilung

Liebe Leserinnen (Männer sind natürlich mitgemeint) - es wird ernst. In dieser Woche probiert die WoZ - nicht den Aufstand, aber die «Totale Feminisie­rung» der Sprache, wie sie von vielen Frauen mündlich schon lange praktiziert wird.

17.10.1986

Zürcher Stapo legte Bombenattrappe

Samstagnachmittag, 22. Januar 1983: Mitglieder des «Maulwurf» und der «Bresche-Hochschulgruppe» demonstrieren auf dem Trot­toir vor dem Generalkonsulat El Salvadors an der Badenerstrasse 678 in Zürich gegen «den Völker­mord in El Salvador».

20.01.1984

Zürcher Stauffacher: Wer liess räumen?

Undurchsichtig und verschlungen sind die Entscheidungsprozesse der ‘Bauherrengemeinschaft Wohn- und Geschäftshaus Stauffacher’ seit dem formellen Rückzug des Berner Bauunternehmers Viktor Kleinert. Der neue Sprecher Raoul Futterlieb, Rechtsanwalt im Büro Duft & Partner, beantwortete sämtliche in diese Richtung zielenden Fragen kurz und prägnant: «No comment.» Das nachfolgende Räumungsszenarium ergab sich puzzleartig aus einer Befragung – ebenfalls verschlossener – nahestehender Kreise.

10.06.1983

Agenturmeldungen: Die Welt spinnt

In Adelaide (Australien) sind erstmals Drillinge, die ihr Leben dem Reagenzglas verdanken, zur Welt gekommen. Auf Ersuchen der Eltern werden die Namen nicht bekanntgegeben.

30.07.1982

GDP-Wahlfälschungs-Untersuchung als Groteske: Wie Fredy Aeberli «überführt» wurde

Zwei Wochen nach seiner Entlassung aus der Berner Untersuchungshaft äusserte sich Fredy Aeberli, Präsident der Zürcher Sektion der Gewerkschaft Druck und Pa­pier (GDP), zum Vorgehen der Untersuchungsbehörde: Der Gewerkschafter sprach im vollbesetzten Blauen Saal des Zürcher Volkshauses insbesondere über die Haftbedingungen im Amtshaus und über das kriminali­stische Raffinement der Berner Untersuchungsbehörde. Nachdem wir über die Haftbedingungen im Berner Amtshaus in der WoZ auch schon berichtet haben (WoZ Nr. 9/82), ist nachstehend Aeberlis Auseinanderset­zung mit den Vorwänden, die zu seiner Verhaftung führ­ten, auszugsweise wiedergegeben.

01.07.1981

WoZ-Wettbewerb: Wulitzer-Preis für unterdrückten Journalismus

Es vergeht kaum eine Woche ohne neue Schreckensmeldungen: Hier hat ein Chefredaktor nicht mehr schreiben können, was er gerne geschrieben hatte, dort wurden einem Reporter die brillantesten Stellen seiner Reportage abge­klemmt, und anderswo werden bereits journalistische Ideen in statu nascen

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