Es bestand eine leise Hoffnung, dass die hohe Mobilisierung in den Städten gegen die "10 Millionen"-Initiative der SVP auch die Verschärfungen bei der Zivildienstzulassung bodigen würde. Doch am Ende hat es leider nicht gereicht: Rund 52 Prozent der Stimmenden stimmten für die Zivildienstvorlage.
Konkret ging es dabei um insgesamt sechs Verschärfungen, die nun in Kraft treten. Sie betreffen vor allem Dienstpflichtige, die die Rekrutenschule (RS) bereits absolviert haben und erst später in den Zivildienst wechseln. Von «Armeeabschleichern» sprach die SVP abschätzig. Sie sollen künftig mindestens 150 Zivildiensttage absolvieren, egal wie lange sie bereits Militärdienst geleistet haben. Neu soll zudem eine jährliche Einsatzpflicht gelten. Und wenn der Übertritt während der RS erfolgt, soll schon im ersten Kalenderjahr ein langer Einsatz geleistet werden müssen. Die Befürworter:innen argumentieren, dass die Verschärfungen nötig seien, um den Armeebestand auch künftig zu sichern, der ansonsten in Gefahr sei. Diese Darstellung ist höchst fragwürdig, die «Republik» hat 2024 nachgewiesen, dass die Armee ihre Bestände «mit kreativen Methoden» bewusst kleinrechnet.