100 Wörter

Stephan Pörtner schreibt für die WOZ seit Sommer 2008 Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen.

26.11.2020

Dreistheit in der Gaststätte

Das schon früher nicht unbedingt gern gesehene Herumlungern in Grossverteilergaststätten zu Arbeitszwecken war nun noch unbeliebter geworden.

19.11.2020

Der Pilz als Instagram-Star

Dass sich in dieser Jahreszeit die Blätter verfärben und der Wald dadurch für ein paar Wochen nicht braun und grün, sondern knallbunt ist, löst in den sozialen Medien jedes Jahr eine Bilderflut aus, als sei das Phänomen ein noch nie da gewesenes.

12.11.2020

In der Falle

Versöhnt mit der Vorhersehbarkeit des Besuchs eines Hotspots des Fremdenverkehrs, einschliesslich der Erkenntnis, dass für sie, die sie aus einer Stadt kamen, in der Lebenshaltungskosten und Gastronomiepreise derart hoch waren, dass selbst Touristenfallen als durchgehbar wahrgenommen wurden, trat

05.11.2020

Die Häuser der Herrschenden

Ob es überhaupt noch angebracht sei, Kunstmuseen zu besuchen, fragte sich Mindenschreck, waren doch die Auftraggeber oft brutale Herrscher, die Motive religiöse Propaganda oder Abbilder ebenjener Herrscherfamilien, die Künstler bis vor rund hundert Jahren immer weiss und männlich und häufig mit s

29.10.2020

Lukrative Branche

Reisen gestalten sich anstrengend, wenn die wichtigste Frage lautet: Was kostet wieviel?

22.10.2020

Das Gute an den SchweizerInnen

In einer der berühmtesten Städte der Welt, einem von Millionen bevorzugten Reiseziel, blieben ebenjene Millionen aus, weil zwar nicht die Pest oder die Cholera wütete, aber trotzdem ein Gesundheitsrisiko bestand. Immerhin kamen die SchweizerInnen.

15.10.2020

Platt und prächtig

Das Einzige, was er von dieser Gegend kannte, waren die in seiner Jugend berüchtigten Banden, die nach Bergtälern oder Automarken benannt waren.

08.10.2020

Freie Sicht aufs Nachbarland

Das Nachbarland, an Attraktionen reich, war im letzten Jahrzehnt dem eigenen Erfolg zum Opfer gefallen und von Reisenden aus allen Erdteilen dermassen überrannt worden, dass hartgesotten sein musste, wer sich den Besuch der reizvollen Städte und Museen noch antat.

01.10.2020

Disruption? Voll geil!

Aufsteigerin des Jahres war die Normalität, die eben noch um jeden Preis zu vermeiden gewesen war, wie nicht zuletzt die Werbeindustrie unermüdlich weisgemacht hatte.

24.09.2020

Es wird eng draussen

Das Zuhausebleiben war nicht zum erhofften Megatrend geworden, der so viele Probleme gelöst hätte, von überfüllten Nahverkehrsmitteln bis hin zu inflationärer Festkultur, von der Verbreitung von Infektionskrankheiten einmal abgesehen.

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