Der Fall Joseph Spring

Ende 1943 von Schweizer Beamten den Nazis übergeben und als Jude denunziert: Joseph Spring, der Auschwitz überlebte, verlangte Gerechtigkeit von der Schweizer Regierung. Der Bundesrat wies ihn ab.

Aus dieser Serie ist – ergänzt um weiteres Material – das Buch «Die Rückkehr – Joseph Springs Geschichte» entstanden (Reihe WOZ im Rotpunktverlag).

05.05.2005

Aus der Zeit der Spargelboykotte

Sechzig Jahre Befreiung Europas von den Nazis heisst auch sechzig Jahre Schweizer Geschichtsdebatte. Im letzten Jahrzehnt kam es – wegen der Schweizer Banken und der PolitikerInnen – zur grossen Krise.

30.10.2003

«Die Rückkehr»

WOZ-Redaktor Stefan Keller hat Joseph Spring eine Geschichte geschrieben, die unter die Haut geht, gerade weil sie sich nicht in Schweizkritik erschöpft.

08.06.2000

Gelebte Geschichtslücke

Zur Ignoranz bekannte sich der referierende Bundesrichter Karl Hartmann schon in der Verhandlung vom 21.

08.06.2000

Zuflucht von Schurken

Ich habe mich durch die 34 Seiten des Urteils durchgekämpft. Die ersten zwanzig Seiten erklärten, soviel ich überhaupt verstehen konnte, dass alles, was mir Ende 1943 geschah, vollkommen rechtmässig gewesen ist.

09.03.2000

Geschlossene Grenze

In Kaspar Kasics' Dokumentarfilm «Closed Country» stehen sich Opfer und Täter der schweizerischen Flüchtlingspolitik im Zweiten Weltkrieg gegenüber. Eine zwiespältige Angelegenheit.

27.01.2000

Verpasste Chance als neue Chance

Das Bundesgericht lehnte Joseph Springs Entschädigungsklage ab. Gleichzeitig sprach es ihm 100 000 Franken Prozessspesen zu.

02.09.1999

Ertapptes Finanzdepartement

Darf der Schweizerische Bundesrat in einem offiziellen Schriftsatz lügen? Darf ein einzelnes Departement dies tun?

29.04.1999

Jetzt geht der Fall Spring nach Lausanne

Joseph Spring bleibt also im Spiel. Das Bundesgericht hat letzte Woche einen Antrag des Finanzdepartements abgelehnt, seine Klage zu sistieren. In «nächster Zeit», so das Gericht, würden die Parteien zu Instruktionsverhandlungen nach Lausanne geladen.

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