Knapp daneben

Pascal Claudes Betrachtungen zur Fussballwoche

07.02.2008

Accra Cervelat, nicht krumm und trotzdem gut

Telefongespräch mit einem Freund am Afrika-Cup. Beteiligt: der Freund (H), vier Freunde des Freundes, die mithören (D, A, M, E), der Schreibende (P).

P: Hallo, hörst du mich?
H: Ich höre dich sehr gut, ja. Hörst du mich auch?

31.01.2008

Der Sportantiquar

Es gibt eine Sportwelt, sie passt in einen einzigen Raum, die bleibt vom Tagesgeschäft beinahe unberührt. Kein möglicher Transfer, keine gewagte Prognose, keine vorschnelle Analyse verirrt sich in ihr. Es ist die Welt des Sportantiquariats Germond.

24.01.2008

Es kommt teuer zu stehen

«Ich bin beunruhigt, weil ich nicht will, dass Leute über den Preis aus dem Stadion verdrängt werden. Der Fussball muss sich überlegen, woher er kommt und welche Fanbasis er in Zukunft will.» So spricht Gerry Sutcliffe, Anhänger des englischen Drittligisten Bradford City.

17.01.2008

Grönland gegen Tibet

Der dänische Fussballer Michael Nybrandt fährt mit dem Fahrrad durch Tibet. Eines Nachts träumt er, Tibet habe ein eigenes Fussballnationalteam. Der Traum verfolgt ihn. Zurück in Kopenhagen, absolviert Nybrandt einen Lehrgang an einer Wirtschaftsschule.

10.01.2008

Gute Gespräche

Das schlimme Interview ist dem Fussballsport eigen. Menschen, die lieber nicht fragen würden, aber fragen müssen, stellen Menschen, die lieber nicht antworten würden, aber antworten müssen, schlimme Fragen.

20.12.2007

Sonntags zum Cup

Der Chefredaktor schreibt, er wolle «über modische Geschmacksverschiebungen zwischen voralpiner Kleinstadt und urbanem Mittelland» nachdenken, über «Frisen, die in den Achtzigerjahren noch angesagt waren, übrigens besonders bei Fussballern: vorne kurz, oben leicht eingefärbt und im Nacken lang.

13.12.2007

Giorgios Kosmos

Unterstützt von kreischenden Frauen singt Giorgio Chinaglia mit dünner Stimme: «Yes I’m the best» (Frauen: «Yeah!»), «I’m the best in all the world (Yeah!), I’m the strongest of them all (Yeah!), I’m football crazy.» Der beste Mann der Welt, so geht die Legende, habe von sich gern in der dritten

06.12.2007

Gute Ideen

Genf folgt dem leuchtenden Beispiel anderer Schweizer Städte und stellt das Betteln unter Busse. Eine gute Idee, gerade zur Weihnachtszeit, und so barmherzig!

29.11.2007

Zeit der Besinnung

Sie muteten ein bisschen seltsam an, die Solidaritätsbotschaften an die Adresse der Familie Sandri. Zu sehen waren sie in verschiedenen Stadien ausserhalb Italiens, auch in der Schweiz, und zu lesen war meist «Assassini» (Mörder) und «Ehre dem toten Gabriele» oder etwas in der Art.

22.11.2007

Der Euphoriekrampf

Das Teilnehmerfeld steht, es könnte losgehen. Doch: Von Miesmacherei ist die Rede, von Kleinkariertheit und Defaitismus. Die Schweiz wolle sich partout nicht auf die EM freuen, beklagen Zeitungskommentare, und das sei nicht nur beschämend, sondern auch peinlich.

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