Mit Jikhareva im Theater Neumarkt

Vor genau 25 Jahren hat der deutsche Autor Botho Strauss unter dem Titel «Anschwellender Bocksgesang» seine apokalyptische Sicht auf die Gesellschaft dargelegt. Was damals ein Outing eines elitären rechten Künstlers und Intellektuellen war, ist heute in ganz Europa anschlussfähig geworden: Sie schwellen an, die Bocksgesänge: in Form von Parteien, Manifesten und sogenannten «Bewegungen», die neue «Tatkraft» versprechen. Demokratien verwandeln sich vor unseren Augen in totalitäre Staaten. Mit Texten von Marine Le Pen, Stephen Bannon, Sahra Wagenknecht, Emmanuel Macron, Nigel Farage und Viktor Orbán geht das Ensemble des Theater Neumarkt in Zürich am 12. Dezember um 20 Uhr der Normalisierung nationalistischer Argumentationen auf den Grund. Analytisch verortet wird dies durch ein Gespräch mit WOZ-Redaktorin Anna Jikhareva.