Unterwegs im Donbass

Le Monde diplomatique –

Es war Ende Mai, Moskau lag schon ein paar Stunden hinter uns. Im blassen Orange der Nachtbeleuchtung schien die leere Autobahn endlos – bis sich plötzlich von rechts ein Militärkonvoi näherte. Das aufgemalte „Z“ an den Seiten und auf den Kühlern der Laster verriet unmissverständlich ihr Ziel, das auch das unsere war: Es ging nach Süden, an die ukrainische Grenze.

Nach 16 Stunden erreichten wir frühmorgens den Grenzposten bei Uspenka. Zweimal hintereinander mussten wir unsere Pässe vorzeigen und Fragen beantworten – bei der Ausreise die der russischen Polizei, dann die der Vertreter der selbsternannten Volksrepublik Donezk (VRD), die seit 2014 hier das Sagen haben.

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