Margrith Bigler-Eggenberger (1933–2022) : Dicke Haut, langer Atem

Nr. 38 -

Die St. Galler Juristin und Anwältin Margrith Bigler-Eggenberger war nicht nur die erste Bundesrichterin. Vor allem war sie eine überzeugte Feministin und Sozialistin.

Margrith Bigler-Eggenberger
Kämpferin für die Sache der Frauen: Margrith Bigler-Eggenberger. Foto: Annette Boutellier, Lunax

Es war ein Spiessrutenlauf. Kaum mehr vorstellbar, was Margrith Bigler-Eggenberger durchmachte, als sie 1974 in Lausanne einzog. Die Bundesversammlung hatte die SP-Kandidatin mit Ach und Krach zur ersten vollamtlichen Richterin am Bundesgericht gewählt. Doch nur wenige Kollegen hiessen sie an dessen Sitz im Park Mon-Repos willkommen. Die meisten ignorierten sie, einige sprachen gar nicht mit ihr. Sie bekam männlichen Dünkel und patriarchalisches Gehabe mit voller Wucht zu spüren.

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