Kiews falsche Freunde

Le Monde diplomatique –

Seit 2009 hat die EU die Ukraine in ihr Projekt der „Östlichen Partnerschaft“ eingebunden, um das Land dem russischen Einfluss zu entziehen. Von der zunehmenden wirtschaftlichen Integration werden aber nicht alle profitieren.

In der Entwicklung des russisch-ukrainischen Konflikts spielte das sogenannte Assoziierungsabkommen zwischen der Europäischen Union und der Ukraine eine zentrale Rolle.1 Die Verhandlungen zu dem Abkommen begannen Anfang der 2000er Jahre. Ende 2013 wollten beide Seiten unterzeichnen. Doch unter dem Druck Moskaus machte der damalige ukrainische Präsident Wiktor Janukowitsch unerwartet einen Rückzieher.

Seine Ablehnung gehörte zu den Auslösern des Aufstands auf dem Maidan, der wenige Wochen später zum Sturz der Regierung führte. Im Februar 2014 wurde sie durch eine proeuropäische Regierung ersetzt. Gleichzeitig annektierte Russland die Krim (Februar/März), und im Donbass wurden die Volksrepubliken Donezk und Lugansk proklamiert (April/Mai).

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