Nach der Befreiung : Schaschlik für die, die noch hier sind

Nr.  47 –

Swjatohirsk im ukrainischen Oblast Donezk war einst ein Ort der Erholung. Neun Monate Krieg haben eine Trümmerlandschaft hinterlassen. Und über die Frage, wer daran Schuld hat, sind sich längst nicht alle einig.

Wera Larina steht vor zerstörten Gebäuden und streichelt einen Hund
«Vor dem Krieg haben wir alle friedlich zusammengelebt»: Wera Larina war früher Musiklehrerin.

Es sind Bilder aus einer anderen Zeit, die auf Google Maps angezeigt werden: Swjatohirsk, ein idyllischer Erholungsort mit Hotels und viel Wald. Am Hang eines Hügels erhebt sich ein historisches Kloster mit goldfarbenen Kuppeln majestätisch über den Ort. Mit Wehmut erzählt Ihor Ponomarenko von der Zeit, als diese Bilder noch der Realität entsprachen. «Hier waren überall Menschen», sagt der 51-Jährige und zeigt um sich. Ponomarenko, Dreitagebart, freundliches Gesicht, steht im Zentrum der Kleinstadt und sucht vergebens nach einem Haus, das von den Kämpfen der vergangenen neun Monate verschont geblieben ist.

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