Dürre in Somaliland : Wohin, wenn die Tiere sterben?

Nr.  3 –

Die Klimaerhitzung trifft das Horn von Afrika mit voller Wucht: Bereits fünf Regenzeiten sind zuletzt ausgeblieben. In Somaliland geben viele ihre nomadische Lebensweise auf – andere versuchen zu retten, was noch möglich ist.

Abdirisak Mohamed Hussien schreitet mit einer Schaufel auf der Schulter durch die Steppe
Schaufeln, um den Regen besser zu speichern – falls er überhaupt fällt: Zusammen mit anderen Männern errichtet Abdirisak Mohamed Hussien niedrige Wälle.

Die Katastrophe begann 2016, Somaliland erlebte damals eine zwei Jahre anhaltende, schwere Dürre. «Es war traurig, jeden Tag das Sterben der Tiere zu sehen», sagt Abdirisak Mohamed Hussien. «Sie sind doch unsere Lebensgrundlage.» Dem 48-Jährigen, der eine staubige schwarze Jacke und feste Arbeitsschuhe trägt und ein Tuch um die Beine geschlungen hat, verendeten damals 207 Ziegen. Weil der Regen ausblieb, wuchs an den Bäumen und den Sträuchern, an denen die Ziegen knabbern, kein Grün nach. Der Vater von sechs Kindern konnte die Tiere nicht retten.

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