Heinrich Walther: Heiliger Egoismus

Nr. 5 –

Synergien im rechtskatholischen Milieu der Schweiz: Patrick Pfenniger liefert eine aufschlussreiche historische Studie zu Heinrich Walther (1862–1954), einem zentralen Politiker der mörderischen «Überfremdungs»-Doktrin im Zweiten Weltkrieg.

Politiker Heinrich Walther 1943 im Nationalratssaal
Er wollte «eine Überflutung des ausländischen Elements in der Schweiz» verhindern: Der katholisch-konservative Politiker Heinrich Walther 1943 im Nationalratssaal. Foto: Keystone

Der gewichtigste Verteidiger der bundesrätlichen Das-Boot-ist-voll-Politik, die Tausende von Jüdinnen und Juden das Leben kostete, war der Rechtskonservative Heinrich Walther. Der ehemalige Luzerner Regierungsrat hatte 1919 bis 1940 im Bundeshaus die katholisch-konservative Fraktion präsidiert. Man nannte ihn «Königsmacher», weil er die Wahl der meisten Bundesräte eingefädelt hatte. Seine allerletzte Rede, die er als Nationalrat im Rahmen der Flüchtlingsdebatte am 23. September 1942 hielt, wurde seine berühmteste.

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