Fliegen und das Klima: Beschönigen, behaupten und verdrängen

Nr. 5 –

Statt die Ziele des Pariser Klimaabkommens ernst zu nehmen, peilt die Flughafen Zürich AG ungehemmt noch mehr Flugverkehr an – und setzt dabei auf CO₂-neutralen Treibstoff.

Nicht nur der Flughafen Zürich ist auf Wachstumskurs. Weltweit kaufen Fluggesellschaften nach der Covid-Pandemie wieder zusätzliche Flugzeuge und bieten neue Verbindungen an. Die Zahl der Passagier:innen wächst, weil Fliegen weiterhin extrem billig ist. Weder wird Kerosin besteuert, noch müssen die Gesellschaften für die Umweltschäden, die sie verursachen, bezahlen.

Doch wie geht das mit dem Klimadesaster zusammen? Die Erderwärmung wird schon bald zusätzliche 1,5 Grad erreicht haben. Gerade in den reichen Industrieländern bräuchte es daher einen starken Absenkpfad beim Ausstoss der Treibhausgase, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens nicht völlig zu verfehlen – und somit eine noch viel schlimmere Katastrophe zu riskieren. Wäre es also nicht vernünftig, das Fliegen stark einzuschränken? Statt solche Fragen zu diskutieren, wird die klimaschädliche Wirkung des Flugverkehrs von der Flugindustrie beschönigt – und auch von weiten Teilen der Politik verdrängt.

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